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Umtausch ausgeschlossen – zu Recht?

Fünf Fragen an Rechtsanwalt Kohnen zum Verbraucherrecht „Umtausch“.

"Das kann ich ja immer noch umtauschen." Wer hat nicht schon mal mit dem Gedanken an einen späteren Umtausch ein Kleidungsstück nach Hause getragen, ohne es vorher anzuprobieren? Auch bei aufs Geratewohl gekauften Geschenken hat die Idee vom möglichen Umtausch etwas Tröstendes. Aber wie ist das eigentlich genau? Haben wir ein Recht auf Umtausch? Und wann muss sich der Verbraucher mit einem "vom Umtausch ausgeschlossen" zufriedengeben?

wissen.de hat den Hamburger Rechtsanwalt Lars Kohnen dazu befragt.

wissen.de: Bekomme ich mein Geld zurück oder kann ich mir einen anderen Artikel aussuchen, wenn ich mit dem Umtausch nicht lang warte und die Ware sofort wieder beim Händler abgebe?

Kohnen: Die Antwort verblüfft die Meisten: Nein! Grundsätzlich gilt die Regel "gekauft ist gekauft, Vertrag ist Vertrag“. Der Händler muss die Ware liefern, der Kunde bezahlen. Ein Rücktritts- oder Widerrufsrecht gibt es beim Kauf im Ladengeschäft grundsätzlich nicht! Etwas anderes gilt nur in Ausnahmefällen, wie zum Beispiel bei Kredit- und Versicherungsverträgen, beim Kauf im Internet oder wenn Sie ausdrücklich ein entsprechendes Rückgaberecht vereinbaren. Dies sollte, damit Sie es im Streitfall beweisen können, schriftlich geschehen. Das hört sich jetzt vielleicht seltsam an, aber lassen Sie sich diese Vereinbarung auf dem Kassenbon bestätigen. Sonst wird das mit der Rückgabe oder dem Umtausch nichts. Es sei denn, der Verkäufer zeigt sich kulant.

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Rechtsanwalt Lars Kohnen

Rechtsanwalt Kohnen beantwortet für wissen.de juristische Alltagsfragen.

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von wissen.de-Autorin Susanne Böllert, März 2013
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