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Um Ruhm und Ehre?

Olympia den Profis

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"Ich schick Dich zu den Olympischen Spielen", war im antiken Griechenland eine beliebte Strafandrohung gegenüber ungehorsamen Sklaven. Hitze, Durst und 30.000 Sportfanatiker gedrängt auf engstem Raum. Das Zuschauen muss alles andere als ein Vergnügen gewesen sein. Aber die Griechen litten eben mit ihren Helden auf dem Kampfplatz.

Deren harte Vorbereitungsphase, die sich über Monate hinzog, wurde mit dem Gewaltmarsch von Elis nach Olympia über 60 km abgeschlossen.Und all diese Strapazen nur, um vielleicht als Sieger aus den Kämpfen hervorzugehen und mit dem Zweig vom heiligen Ölbaum bekränzt zu werden? Nach griechischer Vorstellung wohnten den Bäumen der heiligen Haine die Seelen der Götter inne.
Der Zweig als höchster ideeller Wert, Ruhm und Ehre als einzige Antriebsfeder menschlicher Anstrengungen? Man ahnt es bereits, das konnte nicht lange gut gehen. Irgendwann wurden die Sieger nicht mehr nur verherrlicht, sondern verwöhnt, schließlich bezahlt. Es gab Städte, die Olympiasieger kauften, um sich mit ihrem Namen zu brüsten. Und es gab Olympiasieger, die das Bürgerrecht von mehr als zehn Städten gleichzeitig innehatten. Das Geld hatte die Götter vom Olymp gestoßen, der Verfall der Spiele begann.

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Richard Steiger
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