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Über ein halbes Jahrhundert Gleichberechtigung

Und was hat es uns gebracht?

Gleichberechtigung, - Gleichberechtigung ist ein Wort was man sich auf der Zunge zergehen lassen sollte! Warum? Es begegnet uns immer wieder in der Geschichte und die letzten Jahrzehnte sogar dauerhaft. Doch weshalb verschwindet es nicht einfach und lässt uns einfach in Ruhe? Es kann nicht!

1949 wird der Satz „Männer und Frauen sind gleichberechtigt.“ ins Grundgesetz geschrieben (Artikel 3). Doch bis 1957 hat der Mann das Recht, den Job seiner Frau zu kündigen. Er verwaltete das Vermögen und hatte das Sorgerecht für die Kinder. Ab 1957 musste dann die Berufstätigkeit der Frau nur noch „mit ihren Pflichten in Ehe und Familie vereinbar sein“. Diese Regelung trat erst 1977 außer Kraft. 1994 scheint die vollkommene Gleichberechtigung der Frauen mit dem zweiten Gleichberechtigungsgesetz (Artikel 3 § 2) in Kraft zu treten. Nun heißt es nicht mehr nur alleine „Männer und Frauen sind gleichberechtigt.“, sondern „Männer und Frauen sind gleichberechtigt. Der Staat fördert die tatsächliche Durchsetzung von Frauen und Männern und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin.“. Doch tut er das Wirklich?

Ich denke diese Frage muss jeder für sich selbst beantworten. Doch meiner Meinung nach herrscht immer noch ein deutliches Missverhältnis bei der praktischen Ausübung dieser Rechte! Auch wenn man auf dem Wege der Besserung scheint, zum Beispiel durch die neue Regelung des Elterngeldes die den Partner mit einbezieht. Doch wie reagiert die Industriegesellschaft, welche weitestgehend aus einer Männergesellschaft besteht, auf einen Vater, der das gesetzlich garantierte Angebot wahrnimmt, ein paar Tage pro Jahr wegen Krankheit seines Kindes zu fehlen oder wenn er wegen eines Kindergeburtstages ausnahmsweise etwas früher gehen möchte? - Ich denke er müsste gehässige Bemerkungen seiner Kollegen über sich ergehen lassen, sowie die irritierten Blicke seines Chefs. Aber warum? Ich denke schlichtweg, weil Haushalt und Kindererziehung traditioneller Weise in den Bereich der treu sorgenden Ehefrauen fallen, ohne die in den meisten Führungspositionen gar nichts gehen würde. Zu dem vermuten die meisten Männer zu Recht eine anstrengende und zuweilen unangenehme Arbeit im Haushalt, welche nicht nur kein Geld einbringt, sondern sogar gesellschaftliche und berufliche Nachteile mit sich zieht. Weshalb wohl auch Frauen von Machtpositionen weitestgehend ausgeschlossen sind. Womit ich nicht sagen möchte, dass es sie nicht gibt! Denn es gibt sie, doch bilden sie im Gegenteil zu den Männern einen sehr geringen Anteil. Doch warum ist das so?

Es liegt auf jeden Fall nicht daran, dass sie weniger gebildet sind als die Männer, sondern eher daran, dass die meisten noch eine Familie zu versorgen haben und so keinen 24 Stunden Job annehmen können. Doch was ist mit denen, die Karriere machen wollen beziehungsweise machen?

Ihnen wird vorgeworfen, dass sie uns aussterben lassen und das nur, weil sie keine beziehungsweise wenige Kinder bekommen!

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von Franziska Quade, Neuenkirchen
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