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Tops und Flops der Automobilentwicklung

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Ein weiteres, bis heute wesentliches Grundprinzip des Automobils ist der Motor, insbesondere das Modell des Hubkolbenmotors. Weltweite, evolutionäre und revolutionäre Weiterentwicklungen auf allen Teilgebieten des Motorenbaus haben bei diesem Element auch unter Extrembedingungen zu enormen Fortschritten hinsichtlich Alltagstauglichkeit, Leistungsvermögen, Lebensdauer und zahlreichen anderen Eigenschaften geführt. So konnten z.B. das Leistungsgewicht des Motors um den Faktor 100 und die Kraftstoffwirtschaftlichkeit um den Faktor fünf verbessert werden. Viele Hersteller arbeiten daher heute an der weiteren Optimierung des Hubkolbenmotors, wobei neben der Leistung vor allem die Kraftstoffwirtschaftlichkeit sowie die Abgas- und Geräuschemissionen eine wichtige Rolle spielen.

Der Hubkolbenmotor: mit Valvetronic zum Dauerbrenner
Ein Beispiel hierfür ist die VALVETRONIC, mit der die BMW Group einen entscheidenden Beitrag zur Weiterentwicklung des Hubkolbenmotors leistete. Durch seinen variablen Ventilhub ermöglicht das System die Anpassung der Motorleistung an die zu bewegende Last. Das Prinzip ist mit der menschlichen Atmung vergleichbar: Je mehr ein Mensch leistet, desto tiefer atmet er ein. Bei weniger Leistung ist eine geringere Luftzufuhr ausreichend; im Falle des Automobils entspricht dies einem geringeren Kraftstoffverbrauch.

Der Wankelmotor: kein Hin und Her
Ein völlig anderes Prinzip als der Hubkolbenmotor nutzte Felix Wankel, als er 1957 seinen Motor zum ersten Mal auf dem Prüfstand testete. Wankel ließ den Verbrennungsvorgang des Gases nicht in einem Kolbenzylinder abspielen, sondern in einem Drehkolben. Wankelmotoren wurden in Automobilen von NSU verwendet, wobei die Ära des Drehkolbenmotors - zumindest in Deutschland - 1977 mit der Produktionseinstellung des Audi Ro 80 endete, wohlgemerkt als Automotor. Das im Oktober 2004 erschienene Coupé RX-8 von Mazda bringt den Wankelmotor erneut ins Gespräch.

Der Dieselmotor: sparsam und abgasarm
Eine Erfolgsgeschichte besonderer Art begann 1897 mit dem PKW-Dieselmotor. Als besonders effiziente Verbrennungskraftmaschine entwickelt, erfolgte der erste Serieneinsatz 1923 im LKW. 1936 brachte Mercedes-Benz den ersten Diesel-PKW auf den Markt. 1988 brachte Fiat den Direkteinspritzer und ein Jahr später leitete der Turbo-Direkteinspritzer von Audi dann den Siegeszug des modernen PKW-Dieselmotors ein. Fortschrittliche Hochdruck-Einspritzsysteme sowie umfangreiche theoretische und experimentelle Entwicklungsarbeiten haben diesen Motortyp in den letzten drei Jahren leistungsfähig und zugleich sparsam, komfortabel und abgasarm gemacht.

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