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Tipps für Berufseinsteiger: Die erste Gehaltsverhandlung

Nach der Universität heißt es, den ersten Job ergattern. Klar, dass man als Einsteiger nicht so viel verdient wie als berufserfahrener Bewerber. Dennoch sollte man schon am Anfang nicht davor zurückschrecken, beim Gehalt zu verhandeln. Was man dabei beachten sollte und warum sich das oft lohnt, erklärt Verhandlungsexperte Remigiusz Smolinski.

Vorstellungsgspräch
Wer ein Vorstellungsgespräch ergattert hat, scheut sich oft, seine Jobchancen durch Verhandlungen über das angebotene Gehalt zu schmälern.
Auch für Hochschul-Absolventen ist es heute längst nicht mehr leicht, einen passenden Job zu finden. Wer ein Vorstellungsgespräch ergattert hat, scheut sich daher oft, beim künftigen Gehalt lange zu verhandeln oder mehr Geld zu verlangen als vom Personaler angeboten – aus Angst, damit seine Jobchancen zu schmälern.

"Sich nicht unter Wert verkaufen"

Doch das muss nicht so sein, im Gegenteil: Wer gute Argumente vorbringen kann und Verhandlungsgeschick zeigt, der kann sogar einen besonders guten Eindruck hinterlassen. Hinzu kommt: Die Bedeutung des Gehalts für die langfristige Beziehung mit dem Arbeitgeber sollte nicht unterschätzt werden. Deshalb ist es von Beginn an wichtig, sich nicht unter Wert zu verkaufen.

Meist verfolgen Personalverantwortliche beim Recruiting neuer Mitarbeiter drei Ziele, wie der Verhandlungsexperte Remigiusz Smolinski von der HHL Leipzig Graduate School of Management erklärt: "Sie wollen möglichst die besten Mitarbeiter finden, dabei die Budgets nicht überschreiten und die Begeisterung des Bewerbers für das Unternehmen und den Job befeuern." Doch gerade in diesem Kontext kann sich das Nachverhandeln lohnen.

Smolinski gibt einige Tipps dazu, wie man diese erste wichtige erste Gehaltsverhandlung richtig angeht. Er ist Gründer der jährlich stattfindenden Weltmeisterschaft in Verhandlungsführung: "The Negotiation Challenge".

Der Versuch lohnt sich fast immer

Smolinski kennt die Tricks der Personaler. Ein fixes Gehalt für Absolventen etwa soll deutlich machen, dass am vorgegebenen Einstiegsgehalt nichts zu machen sei. Eine augenscheinlich fehlende Verhandlungsbereitschaft ist jedoch kein Grund, nicht trotzdem den Versuch zu starten und das Gespräch zu suchen. Zudem neigen Recruiter dazu, ihr erstes Angebot am unteren Ende des möglichen Gehaltsrahmens zu platzieren.

Deshalb: Nicht gleich annehmen, sondern nachverhandeln und austesten, was an Potential herauszuholen ist. Bei hervorragenden Kandidaten sind Firmen meist dazu bereit, Ausnahmen zu machen und sich auf Gehalts-(Nach-)Verhandlungen einzulassen.

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NPO/HHL Leipzig Graduate School of Management, 30.01.2017
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