wissen.de
Total votes: 166
wissen.de Artikel

Tattoo: Ritual, Kunst und Mode

...

In der Neuzeit wurden Tattoos in Europa erst im 18. Jahrhundert richtig bekannt, als Seefahrer entsprechende Andenken aus der Südsee mitbrachten. 1774 brachte Captain Cook einen am ganzen Körper tätowierter Tahitianer nach Europa, der in den englischen Teestuben zur Schau gestellt wurde. Dort wurde schließlich der Begriff des Tattoos geprägt, der sich vom polynesischen Wort für Zeichen, "tautu" ableitet. Bis Ende des 19. Jahrhunderts wurden alle Tattoos noch Punkt für Punkt mit einer Nadel gestochen, die man immer wieder in die Farbe tauchte. Dementsprechend lange dauerte es, bis ein komplettes Muster entstand. Dennoch war die Nachfrage so groß, dass sich erste Berufstätowierer niederlassen konnten. Der ganz große Durchbruch kam nach 1891, als die elektrische Tätowiermaschine erfunden wurde. Von da an ging das Tätowieren nicht nur schneller und einfacher, sondern vor allem auch schmerzfreier.

Das Tätowieren

Tattoofarben

Die Tätowiermaschine von heute ist ein elektrisches Gerät, das mit einer Frequenz von 50 bis 3.000 Schwingungen pro Minute senkrecht vibriert. Damit wird die Farbe bis in die zweite Hautschicht, die Dermis, eingestochen. Zuerst werden mit einer einzelnen Nadel die Umrisse des Tattoos gestochen. Dann werden mit einem Nadelblock von fünf bis sieben Nadeln die farbigen Flächen gefüllt. Ein professioneller Tätowierer passt die Tiefe der Einstiche dabei genau der Hautdichte an.

... klicken Sie zum Weiterlesen auf den folgenden Button
Melanie Ulrich
Total votes: 166