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WAHRIG SYNONYMWöRTERBUCH

Unglück

Missgeschick, Ungeschick, Malheur, Katastrophe, GAU, Störfall, Ungemach, Schicksalsschlag, (harter) Schlag, Verhängnis, Tragödie, Tragik, Pech, Unheil, Ruin, Desaster, Heimsuchung, Unglücksfall, Unfall, Fiasko, Misserfolg, Abgrund, Verderb(en), Unstern, Debakel, Leid, Schrecknis, Elend, Not, Notlage, Hiobsbotschaft, Martyrium; ugs.: Bescherung, Drama, Pleite, Panne; derb: Scheiße, Scheißdreck, Kacke

Unglück: Von Pleiten, Pech und Pannen

Durch die Wahl des Synonyms lässt sich ein Unglück nach Ausmaß und Schwere näher bestimmen. Missgeschick oder Ungeschick werden im Sinn von Pech oder (ärgerlicher) Missgriff verwendet. Auch ein Malheur ist nur ein geringfügiger Unfall. Misserfolg bezeichnet ebenso wie Niederlage den Fehlschlag eines selbst unternommenen Versuchs, während Unheil oder die stärkeren Varianten Tragik und Tragödie die Konnotation von unausweichlichem, herzzerreißendem Unglück haben, auf das ein Mensch wenig Einfluss hat.
Die gehobenen Ausdrücke Fiasko und Desaster stehen für (völligen) Zusammenbruch oder (schweres) Unheil. Auch eine Katastrophe ist ein großes Unglück. Der Ausdruck wird häufig für eine durch Naturgewalten ausgelöste Not(lage) verwendet, wie beispielsweise Flutkatastrophe. Als Störfall bezeichnet man ein Unglück, das in einem Produktionsablauf eintritt. So spricht man von einem Störfall etwa in einem Chemiebetrieb oder einem Atomkraftwerk.
Der nach dem Buch »Hiob« des Alten Testaments gebildete Ausdruck Hiobsbotschaft steht für eine Schreckensnachricht. Das umgangssprachliche Wort Bescherung, oft als Ausruf Eine schöne Bescherung!, wird als Allerweltswort für Unglück verwendet und lässt insofern kaum Rückschlüsse auf dessen Ausmaß zu, zumal es auch als ironische Verstärkung gebraucht werden kann. Ein Drama ist ein großes Unglück, bei dem die Vorstellung von aufregendem oder traurigem Geschehen mitschwingt. Panne ist ein kleiner Betriebsunfall, Pleite ist das umgangssprachliche Synonym für Fehlschlag und (wirtschaftlichen) Misserfolg. Einer, der oft Pech hat, wird auch als Unglücksrabe bezeichnet.
Wer Glück im Unglück hat, hat trotz einer schlechten Lage noch Glück, weil es hätte schlimmer kommen können. (Sehenden Auges) in sein Unglück rennen bedeutet »sich wider besseres Wissen selbst schaden«. Mit der Formulierung Das ist kein (großes) Unglück drückt man aus, dass etwas nicht so schlimm ist. Die Redewendung zu allem Unglück gebraucht man im Sinn von »obendrein«, »noch dazu« bei der Aufzählung unliebsamer Ereignisse.
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