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WAHRIG SYNONYMWöRTERBUCH

Tölpel, Hornochsen und andere Dummköpfe

Um auszudrücken, dass jemand wenig oder gar nichts kann beziehungsweise weiß, gibt es zahlreiche mehr oder weniger freundliche Ausdrücke. Dass ein dummer Mensch wenig Verstand hat, drücken Vokabeln wie Strohkopf, Hohlkopf oder Schwachkopf aus. Ignorant enthält die Konnotation Nichtwisser. Tölpel hat die abwertende Bedeutung von »tollpatschig«. Idiot und das gehobene Kretin sind starke Worte für Dummkopf. Auch manche umgangssprachliche Ausdrücke spielen darauf an, dass ein Dummkopf wenig im Kopf hat. Dazu zählen Flachkopf, Holzkopf, Wasserkopf, Quatschkopf, Gipskopf sowie Schafskopf oder Spatzengehirn.
Die drei letzten Begriffe beziehen sich allesamt auf Tiere, die als wenig intelligent oder lernfähig gelten. So auch Hammel, Esel, Schaf, Ochse oder Kamel. Mit den Tiernamen Gans, Ziege und Pute werden darüber hinaus ausschließlich Frauen bezeichnet, deren Dummheit und Unkenntnis herausgestellt werden soll. »Steigerungsformen« sind für alle Tiernamen adjektivische Zusätze wie dumm, blöd oder groß.
Zusammensetzungen wie Rindvieh, Hornochse oder Mondkalb sind derb und meist unfreundlich/abwertend gemeint. Der Ausdruck Affe spielt weniger auf die Intelligenz dieser Tiere an als vielmehr auf deren komische Verhaltensweisen. Der umgangssprachliche Ausdruck Blödian setzt sich zusammen aus blöd und Dummerjan.
Zu den regionalen Varianten gehören Bezeichnungen wie das süddeutsche Simpel oder die in Norddeutschland verwendeten Vokabeln Döskopp oder Döspaddel.
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