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WAHRIG SYNONYMWöRTERBUCH

Tickets und andere Karten

Karte kann als Kurzform ganz unterschiedliche Dinge bezeichnen. Eine Karte zur Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel ist eine Fahrkarte. Synonyme sind hier Fahrschein und die eher bürokratisch klingenden Bezeichnungen Fahrausweis oder Fahrberechtigung.
Der französische Begriff Billett wird allenfalls noch in gehobener Sprache gebraucht. Das englische Ticket ist dagegen zu einem Modewort geworden. Billett und Ticket können im Zusammenhang mit Veranstaltungen ebenso auch Karte im Sinn von Eintrittskarte beziehungsweise Einlasskarte sein. Eine besondere Form ist dabei die Kurkarte, die Zugang zu Angeboten in einem Kurort bietet.
Dient die Karte der räumlichen Orientierung, handelt es sich um eine Landkarte. Je nach Verwendungszweck sind Differenzierungen möglich: Wanderkarte, Fahrrad/Radwegekarte oder Straßenkarte. Im Tourismus ist die Ansichtskarte oder Postkarte bekannt.
Im Geschäftsleben nutzt man die Visitenkarte, auf der Name und Anschrift stehen. Speisekarte und Getränkekarte verzeichnen ein gastronomisches Angebot, wobei Ausdrücke wie Dessertkarte oder Weinkarte der Präzisierung dienen. Menükarte ist ein gehobener Ausdruck für Speisekarte.
Schließlich versteht man unter Karte auch eine Spielkarte, wobei die Summe der von einem Teilnehmer während eines Spiels gehaltenen Karten auch Blatt genannt wird. Aus dem Bereich des Spiels kommen auch eine Reihe von teilweise umgangssprachlichen Redewendungen. Mit offenen Karten spielen heißt geradeheraus, ehrlich sein. Dementsprechend bedeutet die Karten offen auf den Tisch legen seine Absichten deutlich zu erkennen zu geben. Wer mit verdeckten Karten spielt, hält seine Absichten geheim. Mit gezinkten Karten spielen bedeutet »betrügen«.
Ein Ausdruck für größtes Risiko ist die Redensart alles auf eine Karte setzen. Die Wendung auf die falsche Karte setzen besagt dagegen »Pech haben«. Ein anderer Ausdruck für »das letzte Mittel einsetzen« ist die letzte Karte ausspielen.
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