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WAHRIG SYNONYMWöRTERBUCH

fließen

  1. strömen, rinnen, sprudeln, quellen, fluten, wallen, laufen, rieseln, plätschern, sickern, wogen, sich ergießen, rauschen, branden, treiben
  2. herausströmen, herausrinnen, herausschießen, herausquellen, heraussprudeln, heraustropfen, ausfließen, auslaufen

fließen: Von Worten, Stoffen und Spenden

Auf die Fortbewegung von Flüssigkeiten bezogen, ist fließen ein neutraler Ausdruck, der noch nichts über die Geschwindigkeit dieser Bewegung sagt. Diese lässt sich durch die Synonyme für fließen näher bestimmen. Quellen weist auf den Ursprung der Flüssigkeit. Rinnen, rieseln und sickern bezeichnen eine langsame Bewegung, während fluten und strömen für die schnelle Bewegung, zum Beispiel großer Wassermengen, gebraucht wird. Rauschen bezeichnet deutlich hörbares Fließen. Wogen kennzeichnet die Bewegung als Hin und Her oder Auf und Ab. Wenn sich Meereswellen brechen branden sie.
Darüber hinaus wird fließen in unterschiedlichen Zusammenhängen auch im übertragenen Sinn gebraucht. Wem etwa die Worte leicht aus der Feder fließen, der hat keine Schwierigkeiten damit, etwas schriftlich zu formulieren. Wenn Spenden reichlich fließen, wird viel gespendet. Sagt etwa ein Historiker über ein bestimmtes Thema, dass dabei die Quellen spärlich fließen, meint er, dass es darüber nur wenige Unterlagen gibt. Schließlich bestehen manche Kleider aus fließendem Stoff, was heißt, dass sie aus weich fallendem Material gemacht sind.
Wer eine Fremdsprache fließend sprechen kann, beherrscht sie perfekt. Bei älteren Gasthäusern weist die Wendung Zimmer mit fließendem Wasser darauf hin, dass sich in diesem Zimmer ein Waschbecken befindet. Schließlich bezeichnet man auch etwas, das nicht ganz exakt festzulegen ist, als fließend: So kann zum Beispiel die Grenze zwischen Humor und Spott gelegentlich fließend sein.
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