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Sylt – Der Kampf gegen die Versenkung

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Alternative Methoden versagten

Die Sorge um das Überleben Sylts besteht nicht erst seit gestern. 1867 bereits haben die Bewohner der Insel  so genannte Buhnen errichtet. Holzpfähle, rechtwinklig zur Küste in das Meer hinaus, haben sie hierfür in den Grund getrieben. Sie sollten die Wellen brechen bevor sie die Küste mit voller Wucht erreichen. Der Buhnenbau zeigte jedoch nur mäßigen Erfolg. Die zahlreichen Querströmungen vor der Westküste Sylts umgingen nur allzu oft die Konstruktionen.

Mitte des zwanzigsten Jahrhunderts dann eine neue Idee: Tetrapoden. Die Wellen effektiv brechen und die Dünen vor dem landhungrigen Sog der See schützen, das sollten diese skurril anmutenden vierbeinigen Betonbrocken, die entlang der Westküste Sylts an den Stränden und am Fuße der Dünen überall anzutreffen sind. Dem enormen Gewicht der Tetrapoden ist der Sand jedoch nicht gewachsen. So versinken sie nach und nach im Land und verfehlen bei weitem die erhoffte Wirkung. Unnatürlich und unästhetisch liegen sie in der ursprünglich so malerischen Landschaft der Insel. Seit 2005 sind die Sylter nun damit beschäftigt die Betonbrocken wieder zu entfernen.

Strandhafer
Auch die Bepflanzung mit Strandhafer kann nicht für Abhilfe sorgen.

Und so hat sich die Sandaufspülung durchgesetzt. Wie ein Fass ohne Boden ist dieses Vorgehen: Die See holt sich den Sand, die Sylter bringen ihn wieder an Land. Und immer so fort. Nicht zuletzt wegen der hohen Kosten wird in Sachen Küstenschutz aber intensiv weiter geforscht. Bleibt abzuwarten, ob sich eine effektivere und günstigere Methode zum Schutz der Insel finden lässt. Oder ob es weiterhin fast jedes Jahr im Frühjahr heißt: “Wir haben zu viel Land an die See verloren.“ Und dann fahren die Baggerschiffe raus, um es zurück zu holen.

KEL
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