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Südkorea - Zwischen Wolkenkratzern, Tempeln und Vulkanen

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Krater des Hallasan auf Jejudo
Der Krater des Hallasan auf Jejudo.

Das Hawaii Koreas

Wer jetzt noch nicht genug Natur gesehen hat, sollte unbedingt einen Abstecher auf das Hawaii Südkoreas einplanen, die Vulkaninsel Jejudo. Sie liegt rund 85 Kilometer südlich der koreanischen Halbinsel und ist von subtropischem Klima geprägt. Hier können Besucher an schönen Stränden entspannen und Zeugen der brodelnden Kräfte der Erde begutachten: Der ruhende Schildvulkan Hallasan bildet das Zentrum der Insel, seine Hänge sind mit dunkelgrauem Gestein und Erde aus Vulkanasche bedeckt.

Den Nordosten von Jejudo durchzieht ein gewaltiges Lavaröhrensystem und draußen aus dem Meer erhebt sich der Sunrise Peak - eine vulkanische Landerhebung, die die UNESCO zum Weltnaturerbe gekürt hat.

Eintauchen ins Silla-Reich

Die im Südosten Südkoreas gelegene Stadt Gyeongju ist wiederum ein Muss für alle, die sich für Kultur und Geschichte begeistern. Denn Gyeongju war einst die Hauptstadt des Königreichs Silla. Prachtvolle Pagoden, Paläste und Tempel machen den Ort zu einem wahren Freilichtmuseum und zeugen bis heute von dieser Zeit aus der Geschichte Koreas.

Haupteingang des Bulguksa, eines buddhistischen Tempels der Silla-Periode
Der Bulguksa nahe Gyeongju, der ehemaligen Hauptstadt des Silla-Königreiches, gilt als Meisterwerk der Blütezeit der buddhistischen Kunst Koreas.

Sehenswert sind hier unter anderem die Seokguram-Grotte mit ihrer Buddha-Statue sowie der Bulguksa-Tempel mit seinen Steinterrassen und der charakteristischen Holzarchitektur. Beide Stätten sind als herausragende Beispiele der buddhistischen Architektur ins Welterbe der UNESCO aufgenommen worden.

Entmilitarisiertes Niemandsland

Zu guter Letzt sollten vor allem Politikinteressierte auch die Demilitarisierte Zone (DMZ) besuchen. Dieser knapp 250 Kilometer breite Landstreifen ist weitestgehend Niemandsland und trennt seit dem Koreakrieg den Norden vom Süden. Die Militäreinrichtung der Joint Security Area, in der 1953 der Waffenstillstandsvertrag unterschrieben wurde, erzählt noch heute von dem einstigen Konflikt und kann von Touristen besichtigt werden. Die Kontrollen und Vorschriften für den Zugang zur DMZ sind allerdings streng. Besucher schließen sich daher am besten einer geführten Tour an.

Grenzstation in Panmunjeom
Panmunjeom, offiziell auch Joint Security Area, Blick von Süd- nach Nordkorea. Gut zu erkennen ist die den Grenzverlauf markierende Betoneinlassung in der Mitte zwischen den Baracken.
DAL, 15.02.2018
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