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Stromtrassen – Neue Megaleitungen für grüne Energie

Strom kommt aus der Steckdose - klar. Aber bis er dort ankommt, hat er oft schon einen weiten Weg hinter sich. Und dieser könnte noch länger werden. Denn mit dem Ausbau erneuerbarer Energien muss immer mehr Strom bespielsweise von den Windanlagen im Norden bis an den Alpenrand transportiert werden. Dafür benötigt man neue Stromtrassen - und die sorgen für Diskussionen.

Freileitungsmast
Die geplanten Freileitungsmasten werden meist höher als die bestehender Leitungen ausfallen.

Energiewende bedeutet, Strom aus Erneuerbaren Energien zu gewinnen. Dazu zählen Wind, das Sonnenlicht, Biogas, Wasserkraft, Erdwärme und nachwachsende Rohstoffe.  Die Windenergie bietet nach Einschätzungen vieler Experten das größte Potenzial für einen zügigen und kosteneffizienten Ausbau. Wind weht aber vor allem an der Küste, dort sind Windkraftanlagen am lohnendsten. Doch die Wege sind weit von Schleswig Holstein bis zum Verbraucher in Baden-Württemberg und Bayern. Und Leitungen, die diese künftigen Stromtransporte bewältigen können, fehlen bisher.

Neue Verbindungen werden gebraucht

„Für die Energiewende ist der Leitungsausbau Voraussetzung“, sagt Bundeswirtschaftsminister Siegmar Gabriel. 2016 soll es losgehen. Das größte Infrastrukturprojekt seit dem Bau der Autobahnen. Insgesamt sind mindestens zehn Milliarden Euro für Neubauten von 2.800 Kilometern Länge und für 36 Ausbau- und Netzverstärkungsprojekte veranschlagt.

Über drei große Trassen mit Gleichstrom, sogenannte Höchststromleitungen, soll der gewonnene Strom von Norden nach Süden durch die Republik fließen. Die Masten sind bis zu 70 Meter hoch, fast doppelt so hoch wie gewöhnliche und stehen in bis zu 80 Meter breiten Schneisen. Doch über diesen Masten und den Leitungen für die Windenergie erhitzen sich die Gemüter.

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Annette Schana
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