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Steueränderungen

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Kürzung des Sparer-Freibetrags

Negativ bemerkbar macht sich die Kürzung des Sparer-Freibetrags von 1370 auf 750 Euro (für Ehepaare 1500 Euro). Bleibt der Werbungskosten-Pauschbetrag für Anleger von 51 Euro für Ledige erhalten, ergibt sich insgesamt ein Freibetrag von 801 Euro. Die Folge: Bisher muss der Mann im Beispiel seine Zinseinnahmen gar nicht versteuern, künftig muss er zumindest 199 Euro der Steuer unterwerfen. Ähnlich sieht es beim verheirateten Alleinverdiener mit einem Jahresbruttolohn von 48.000 Euro aus. Er zahlt künftig 840 Euro mehr an Einkommensteuer und Solidaritätszuschlag. Sowohl bei diesem Arbeitnehmer als auch beim Ledigen muss die Entlastung bei der Sozialversicherung gegengerechnet werden. Der Beitrag zur Arbeitslosenversicherung soll von 6,5 auf 4,5 Prozent sinken, der Rentenbeitrag dagegen von 19,5 auf 19,9 Prozent steigen. Jeweils die Hälfte der Veränderung entfällt auf den Arbeitnehmer, also bleibt unter dem Strich eine Senkung von 0,8 Prozentpunkten. Das macht im Beispiel beim Ledigen 256 Euro aus, beim verheirateten Arbeitnehmer 384 Euro0.

Welche Auswirkungen die Einschränkungen bei der Entfernungspauschale haben, zeigt sich in den gesonderten Rechnungen zu diesem Punkt: Schon bei Geringverdienern mit einem Einkommen von 30.000 Euro für ein Ehepaar macht die Mehrbelastung 330 Euro im Jahr aus, wenn der Arbeitsweg mindestens 20 Kilometer beträgt. Bei einem gemeinsamen Einkommen von 96.000 Euro beläuft sich die zusätzliche Steuerlast auf bis zu 528 Euro im Jahr. Der Grund für die unterschiedlichen Auswirkungen: Wegen des progressiven Steuertarifs wirkt sich bei einem Besserverdiener die Verringerung des zu versteuernden Einkommens durch die Fahrtkosten stärker aus als bei einem Geringverdiener.

Geringere Freibeträge

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