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Sternschnuppen-Regen: Die Geminiden kommen!

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Tipps zur Sternschnuppen-Beobachtung

Den Meteorschauer zu beobachten erfordert zwar warme Kleidung, ist aber ansonsten nicht schwer, denn viele Geminiden-Sternschnuppen sind besonders hell. Selbst von städtischen, lichtverschmutzten Standorten kann man daher immerhin ein paar dieser Meteore sehen. Der Mond stört in diesem Jahr nur wenig, weil er erst gegen 04:00 Uhr morgens aufgeht und dann nur eine schmale Sichel von ihm beleuchtet ist.

"Suchen Sie sich einen Ort mit freier Sicht zum Himmel und keinen gleißenden Lichtern in der Nähe", rät MacRobert. "Man sieht mehr Sternschnuppen, wenn man seinen Augen mindestens 20 Minuten Zeit gibt, sich an die Dunkelheit zu gewöhnen." Weil die Geminiden über den Himmel verteilt sind, ist es sinnvoll, nicht nur auf das Sternbild Zwillinge zu sehen, sondern sich eher einen besonders dunklen Bereich des Himmels zu suchen – meist ist dies direkt über einem.

Schematische Darstellung der Bahn des Asteroiden 3200 Phaeton
Auslöser des Meteorschauers der Geminiden ist der Asteroid 3200 Phaeton, der alle 1,43 Jahre der Sonne besonders nahe kommt.

Der Auslöser: Asteroid statt Komet

Die Geminiden sind eine Besonderheit unter den Meteorschauern. Denn im Gegensatz zu den meisten anderen Sternschnuppen-Regen hat er seinen Ursprung nicht im Staubschweif eines Kometen. Stattdessen ist sein Urheber der rund fünf Kilometer große Asteroid 3200 Phaeton. Ihn haben die Astronomen erst 1983 entdeckt haben. Der steinige Brocken umkreist die Sonne in einer elliptischen Bahn, die ihn all 1,43 Jahre der Sonne extrem nahe bringt – so nah wie keinen anderen bekannten Asteroiden.

Das bleibt nicht ohne Folgen: Die enorme Hitze der Sonne lässt das Gestein des Asteroiden reißen und zerbrechen. Bei jeder Passage lösen sich daher Staub und kleine Trümmerteile aus seiner Oberfläche.  Wer ein gutes Teleskop besitzt, kann Phaeton in diesem Jahr sogar beobachten. Denn der Asteroid passiert momentan den erdnächsten Punkt seiner Flugbahn. Am besten zu sehen ist er in der Nacht vom 14. auf den 15. Dezember.

NPO, 12.12.2017
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