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St. Moritz 1928

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Sorgen bereitete die Witterung: Wegen Tauwetters musste die Eisschnelllauf-Entscheidung über 10 000 m abgesagt, im Bobfahren konnten nur zwei der üblichen vier Wertungsläufe durchgeführt werden. Den 50-km-Langlauf entschied die Wahl des richtigen Wachses, denn die Aktiven starteten frühmorgens bei Temperaturen um den Gefrierpunkt und kamen mittags bei über 20 °C im Ziel an.

Premiere im olympischen Programm feierte Skeleton, das sich beim Publikum großer Beliebtheit erfreute. Die bäuchlings auf Rennschlitten ausgefahrene Konkurrenz gewannen die amerikanischen Brüder Jennison und John Heaton. Wegen des hohen Verletzungsrisikos auf der Eisbahn strich das IOC die Sportart nach 1948 wieder. Den Bobteams blieb es wie 1924 freigestellt, ob sie mit vier oder fünf Aktiven starten wollten. Alle Mannschaften gingen daraufhin mit der höheren Fahrerzahl ins Rennen.

Obwohl bereits 1924 der Internationale Skiverband (FIS) gegründet worden war, gehörten alpine Skiwettbewerbe nicht zum Programm in St. Moritz. Die ersten internationalen Konkurrenzen dieser Art fanden im März 1928 statt. Bis 1936 blieben die Olympischen Winterspiele jedoch ausschließlich den nordischen Sportarten vorbehalten.

Wie schon vier Jahre zuvor in Chamonix stellte Norwegen mit sechs Olympiasiegern das erfolgreichste Team; an zweiter Stelle folgten die USA mit je zweimal Gold, Silber und Bronze vor Schweden und Finnland.

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