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"Squadra Azzurra" stürmt zum verdienten Titel

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Italiens Trainer Enzo Bearzot, der "Schweiger von Friaul", sog still an seiner Pfeife und genoss den Triumph seiner Starrköpfigkeit. Kritisiert und verhöhnt von den italienischen Medien, kam Italien ohne Vorrundensieg nur aufgrund des besseren Torverhältnisses in die Finalrunde. Dennoch hielt Bearzot unbeirrt an seinen Stars von Juventus Turin, vor allem an Stürmer Paolo Rossi, fest. In der schweren Finalrunde C kam es schließlich zur Leistungsexplosion. Zuerst besiegten die Italiener den amtierenden Weltmeister Argentinien (2:1), dann düpierten sie den WM-Favoriten Brasilien (3:2). Im Spiel gegen das Star-Ensemble vom Zuckerhut schoss Rossi alle drei Tore. Jetzt forderte niemand mehr den Kopf von Enzo Bearzot.

Im Halbfinale gegen Polen (2:0) war Rossi, der die ganze Mannschaft mitriss, erneut alleiniger Torschütze. Mit insgesamt sechs Toren wurde das "Engelsgesicht" WM-Torschützenkönig.

Die glanzlose Elf um Jupp Derwall

Der Weg des hochgewetteten deutschen Teams begann mit der 1:2-Auftaktpleite gegen Algerien. Die Fußballwelt im Allgemeinen und die hochmütig auftretenden Deutschen im Besonderen mussten staunend zu Kenntnis nehmen, dass es keine "kleinen" Fußballländer mehr gab. Das afrikanische Spiel wirkte gegenüber dem deutschen spritziger und weitaus phantasievoller. Nach einem 4:1-Erfolg gegen Chile verscherzte sich die DFB-Auswahl im Spiel gegen Österreich in Gijón die letzten Sympathien der Fans. Das "maßgerechte 1:0 aus dem Stand", das beiden Teams zum Weiterkommen verhalf, war das Ergebnis eines skandalösen Nichtangriffspakts. Nach dem Führungstreffer von Horst Hrubesch in der 11. Minute erlahmten die Aktivitäten auf dem Spielfeld. 79 quälend lange Minuten schoben sich die Spieler den Ball hin und her und betrogen die fassungslosen Zuschauer um ihr Eintrittsgeld. Weltweite Empörung und Schiebungsvorwürfe waren die Folge.

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