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Soziale Foto-Netzwerke

Soziale Foto-Netzwerke – die geordnete Bilderflut

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Beliebt: das Urlaubsfoto im Netz
Alles etwas bunter

Weniger geordnet, dafür hübsch bunt und quadratisch geht es bei Instagram zu. Quadratisch eben wie die Bilder der alten Kodak Instamatic, an die auch der Name von App und Netzwerk angelehnt ist. Instagram-Nutzer fotografieren mit dem Smartphone, und zwar ausschließlich mit dem Smartphone, alles andere sei Schummelei, wie Nutzerin Heike Kaufhold auf ihrem Blog „Köln Format“ schreibt. Und so erinnern viele Bilder ein wenig an Polaroid-Schnappschüsse. Momente, aus dem Alltag gegriffen, über die sich User aus aller Welt austauschen, und das ganz ohne Sprachbarriere. Wie auf Twitter folgt man Freunden oder solchen, die Interessantes zu bieten haben. Und es wäre nicht verkehrt zu behaupten, wer sich über Instagram mitteile, twittere in Bildern.

Dass hier irgendwie alles etwas bunter wirkt, liegt zum einen sicherlich an den vielen originellen Motivauswahlen der Instagrammer. Zum anderen aber auch an den Filtern, die die kostenlose App zur Bildbearbeitung bietet. Zwar gibt es nur die Option Filter ein, dafür aber um die 20 Möglichkeiten wie „Hefe“ für mehr Kontrast, „Kelvin“ für sattere Farben oder „1977“ für den Retro-Effekt.

Der Zugriff auf Instagram über den so genannten Webviewer Statigram ermöglicht diverse Statistiken über die eigenen Fotos, Kommentare und Leute, die einem folgen. Mit dem Tool Worldcam ist es neuerdings auch möglich, die Welt nach Instagram-Fotos abzusuchen – vorausgesetzt, deren Urheber haben sie zuvor mit einer Kartenmarkierung, dem Geotag, versehen. Im Klartext: Auf dem Plan eines über Worldcam gesuchten Ortes erscheinen Markierungen, die per Klick dort aufgenommene Instagram-Fotos preisgeben. Mit Geotags arbeitet im Übrigen auch Panoramio, das Bildernetzwerk von Google. Die Bilder – meistens von Reisenden aufgenommen – fließen teilweise in den Internetdienst Google Earth ein.

Im April 2012 hat Facebook-Gründer Mark Zuckerberg Instagram aufgekauft – sehr zum Missfallen der Gemeinde, obgleich er zusicherte, das Foto-Netzwerk unabhängig von Facebook weiterzuführen.

Ein mit Instagram konkurrierendes Netzwerk ist Piictu. Jedoch mit der Besonderheit, dass mehrere Nutzer Fotos zu einem Thema zusammentragen und sich so ganze Bildgeschichten entwickeln können. Nachteil: Piictu-Fotografen können ihre Bilder nicht direkt in der Applikation bearbeiten, sie müssen auf Apps wie Snapseed oder PhotoStudio ausweichen.

Auch Path fügt sich in die Reihe der Netzwerke für mobile Geräte ein. Wenngleich recht minimalistisch gestaltet, erlaubt es seinen Nutzern seit dem jüngsten Update auf Version 2.5.6, Inhalte aus Facebook, Instagram und Foursquare zu integrieren.

Die deutsche Antwort auf Instagram schließlich heißt Tadaa. Wohl einzigartig unter den Foto-Apps ist hier die Möglichkeit, Filter über den Sucher laufen zu lassen und dem Bild schon vor der Aufnahme den gewünschten Effekt zu verpassen. Nutzer können ihren Fotos Location Tags hinzufügen und so verraten, wo sie diese geschossen haben. Ein wichtiger sozialer Aspekt von Tadaa: Bilder können nicht nur das Prädikat „Gefällt mir“ erhalten, sondern auch das Gegenteil und zusätzlich gemeldet werden, wenn sie unangemessen sind – eine Vorsorge gegen Cyber Mobbing.

 

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von wissen.de-Autor Jens Ossa
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