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Social Games: Trendsetter oder Auslaufmodell?

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Eigendynamik des Erfolgs

Über ein Ranking ist ein ständiges Vergleichen möglich. Das feuert an. Auch haben Entwickler herausgefunden: Je länger ein Spieler das Spiel nutzt, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass er Zusatzprodukte kauft. Der unbewusste Wunsch nach dem guten Gefühl, ein schwieriges Ziel erreicht zu haben, besser zu sein als andere -  das treibt an.

Obwohl das Online Spiel im Vergleich zu den technischen Möglichkeiten eher grafisch primitiv daherkommt, ist es außerordentlich populär. Als im Juli 2009 das Spiel auf den Markt kommt, hatte es innerhalb von sechs Wochen 35 Millionen Nutzer pro Monat, Ende Februar 2010 bereits mehr als 80 Millionen. Darüber war selbst die amerikanische Herstellerfirma Zynga überrascht. Gründer Marc Pincus habe für Ende des Jahres 2009 vielleicht um die fünf Millionen Nutzer erwartet, hieß es. Experten vermuten als möglicher Auslöser für den rasanten Erfolg unter anderem eine Eigendynamik, ausgelöst durch ständige automatische Status Updates der Spieler.

In die Kritik ist Farmville allerdings inzwischen bei Verbraucherschützern geraten. Mit dem Herunterladen des Spiels beispielsweise auf das Facebook-Profil, erlaubt man, wie auch schon zuvor Facebook, dem Spielhersteller Zynga den Zugriff auf die eigenen Profildaten. Das individuelle Verhalten im Netz und besuchte Webseiten liefern wertvolle Informationen über den Nutzer. Auch vorhandene Daten, Fotos und Informationen des eigenen Netzwerkes. Diese Daten sind für gezielte Werbung der Branche außerordentlich nützlich. Und Zynga bringt das bares Geld.

FarmVille-Hawaii-Szenario
FarmVille-Hawaii-Szenario

Auch erfolgreiche Konzepte werden ständig weiterentwickelt und ausgebaut - bei FarmVille erscheinen zum Beispiel laufend neue Farmtypen.

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