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Siesta und Fiesta

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Andere Länder ...

Neben diesen individuellen Unterschieden variiert die Einstellung zur Arbeit auch national. Wie gearbeitet wird, ist nicht zuletzt eine Frage der jeweiligen Mentalität. In südlichen Ländern wird von 12-16 Uhr Siesta gehalten, weil es schlicht und einfach zu heiß zum Arbeiten ist - dafür haben die Geschäfte dann bis 22 Uhr geöffnet. In deutschen Amtsstuben wird überwiegend von 7-15:30 Uhr gearbeitet - eine halbe Stunde Mittagspause inbegriffen. Das gibt Raum für Vorurteile - von beiden Seiten: Die Deutschen seien Streber, sagen die Einen; die Südländer hätten die Arbeit nicht erfunden, meinen die Anderen. Mentalitätsunterschiede nennen das die Wissenschaftler.

Beruflicher Erfolg ist mancherorts alles

In den Vereinigten Staaten sind noch heute die Auswirkungen einer streng protestantischen Arbeitsmoral zu spüren. Erfolg im Beruf zeigt, dass man auf dem richtigen Weg ist. Für diesen Erfolg ist man selbst verantwortlich - nicht der Staat oder die Gesellschaft. Nachdem sich im 17. Jahrhundert in England viele Menschen von der anglikanischen Kirche abgewandt hatten, suchten sie in alleiniger Verantwortung nach dem persönlichen Glück. Viele dieser extremen Calvinisten wanderten aus - in die Neue Welt. Hier führten Eigenverantwortung und Erfolgsstreben langfristig zu einer Arbeitsmoral, die auch heute noch in den Vereinigten Staaten herrscht: Erfolg ist alles. Deswegen werden im Unterschied zu Europa mehr Überstunden gemacht, gibt es weniger Krankmeldungen, gibt es kaum Absicherung durch den Staat.

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