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Schlechtwetterfront über der Touristikbranche

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Konjunkturelle Talfahrt trifft die Tourismus-Industrie schwer

Forciert wird die Reise-Unlust jedoch nicht nur von der Furcht vor neuen Terrorattacken. Viel schwerer wiegt der dramatische Abschwung der Weltwirtschaft, der im zweiten Quartal 2002 an den Leitbörsen noch einmal rasant an Eigendynamik gewonnen hat. Die Lage ist bedrohlicher denn je: Nachdem die Rezession, in die die US-Wirtschaft nach den Terroranschlägen gerutscht war, Ende des 1. Quartals 2002 als überwunden galt, sollten die Börsen glaubte man den Marktexperten ihre zweijährige Talfahrt endlich stoppen können.

Das Gegenteil trat ein: Obwohl die Konjunkturdaten eine erste Erholungstendenz in Amerika und in Euroland erkennen ließen, befinden sich die Aktienmärkte seit April auf einem Höllentrip in den Abgrund. Die amerikanische Hightechbörse Nasdaq verbuchte das schlechteste Quartal ihrer Geschichte und auch die einst so sicheren Häfen der Traditionsindizes DAX und Dow bieten keine Zuflucht mehr. Spätestens seit Juli also zur besten Urlaubszeit werden die Märkte von blinder Ausverkaufspanik getrieben: Dow und DAX stürzten synchron auf ein Fünfjahrestief.

Diese täglich neuen Hiobsbotschaften, die inzwischen fast unausweichlich auf den größten Börsencrash seit der Weltwirtschaftskrise der 30er Jahre hindeuten, haben eine fatale Auswirkung auf die Touristik-Industrie. Wie wohl kaum eine zweite Branche lebt der Tourismus davon, die Illusion vom besseren Leben zu verkaufen sei es nur für einige Tage. Doch wie viel Raum kann die menschliche Psyche diesem Bedürfnis einräumen, wenn an den Aktienmärkten Erspartes vernichtet wird, von dem zehn Urlaube finanziert werden könnten?

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Nils Jacobsen
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