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Schlafqualität: Die richtige Matratze finden

Rund ein Drittel seines Lebens verbringt der Mensch von der Kindheit bis ins hohe Alter hinein im Bett. Umso wichtiger ist es daher, dass sich der Körper während der Nachtstunden so gut wie möglich erholen kann. Grund für Schlafstörungen, Rückenschmerzen und Schwindel ist nicht selten die Auswahl einer falschen Matratze. Schließlich ruht der gesamte Bewegungsapparat auf der Unterlage und schon kleinste Unstimmigkeiten können zu lästigen Verspannungen führen. In Sachen Schlafqualität kommen Männer und Frauen an einer guten Matratze also nicht vorbei. Wer bei der Auswahl des Modells klug vorgeht und einige Punkte berücksichtigt, findet trotz der großen Auswahl das passende Stück.

Sorgfalt ist das A und O

Experten empfehlen den Austausch einer Matratze etwa alle zehn Jahre. Nicht nur die Struktur hat sich zu diesem Zeitpunkt stark verändert, denn auch Hausstaubmilben und Schmutz machen die Schlafumgebung zu einem wenig gesunden Ort. Auf der Suche nach einer neuen Matratze sind die meisten Menschen jedoch überfordert. Angesichts des riesigen Angebotes fällt die Auswahl immer schwerer und die Empfehlungen zahlreicher Hersteller sorgen für Verunsicherung.

Daher ist es wichtig, vor dem Matratzenkauf die eigenen Schlafgewohnheiten, Bedürfnisse und auch den eigenen Körper gut zu kennen und wichtige Details zu notieren. Dann nämlich fällt schon die Auswahl des Härtegrades leichter. Auch wenn die Härtegrade in Deutschland nicht genormt sind, bieten sie dennoch Hinweise auf die Eignung der Matratze. Je schwerer der Mensch ist, desto härter sollte die Matratze sein. Um herauszufinden, ob die eigene Matratze dem Körpergewicht entspricht, empfiehlt sich probeweises Liegen über einen längeren Zeitraum, wie auch das Video zeigt.


Dass es beim Kauf der Matratze auch auf die Punktelastizität ankommt, spricht dieser ausführliche Matratzen Test an. Sie beeinflusst die Schlafqualität maßgeblich, denn das Einsinken des Körpers während der Nacht sollte der natürlichen Körperform nicht entgegenwirken. Eine Matratze mit guter Punktelastizität verhindert einen zu starken Druck auf die Haut und entlastet Gelenke und Wirbelsäule. Zusätzlich wichtig für guten Schlafkomfort ist die Dicke der Matratze. Ein zu schmales Modell birgt die Gefahr, dass der Körper bis auf den Untergrund sinkt und nicht ausreichend gestützt wird. Experten empfehlen in diesem Zusammenhang Matratzen mit einer Dicke von mindestens 16 Zentimetern.

Weitere Punkte, über die beim Matratzenkauf entschieden werden muss, sind Aufbau und Material. So haben Kunden heute unter anderem die Wahl zwischen

  • Federkern,
  • Taschenfederkern
  • und Latex.

Taschenfederkern gilt im Allgemeinen als etwas punktelastischer als Federkern. Auch werden Federkern- und Taschenfederkernmatratzen empfohlen, wenn die jeweilige Person zu nächtlichem Schwitzen neigt, da Latexmatratzen häufig weniger atmungsaktiv sind. Schweren und großen Menschen hingegen empfehlen Experten häufig Latexmatratzen, da diese recht formstabil sind.

Die Schlafgewohnheiten kennen

Ein Detail, das bei der Wahl der passenden Matratze nicht vergessen werden sollte, ist auch die bevorzugte Schlafposition. Auch wenn sich Frauen und Männer während der Nacht mehrfach drehen und bewegen, gibt es doch eine Lage, die sie am häufigsten einnehmen. Unter den Schlafpositionen am häufigsten vertreten sind die Seiten- und die Rückenlage, wobei Bauchschläfer eher selten sind.

Schlafende Frau
Die Schlafposition ist bei der Matratzenwahl wichtig.
Seitenschläfer werden mit einer Matratze glücklich, die möglichst punktelastisch ist. Dies ist wichtig, da die Bereiche rund um die Schultern und die Hüfte gut einsinken können müssen, während die Taille gestützt wird. Daher sind Matratzen für Seitenschläfer im Idealfall in mehrere Zonen unterteilt, deren Elastizität den verschiedenen Körperregionen angepasst ist. Ähnliches gilt auch für Rückenschläfer, denn hier sinken Gesäß und Schulterpartie im besten Fall etwas tiefer ein. Die s-förmige Wirbelsäule wird auch in der Rückenposition so unterstützt, dass sie keine unnatürliche Position einnehmen muss. Eine Matratze mit zonenartigem Aufbau ist auch hier empfehlenswert.

Bauchschläfer bilden eine recht kleine Gruppe, da diese Schlafposition für den menschlichen Körper weniger vorteilhaft ist. Verdrehungen des Nackens sind hier keine Seltenheit. Daher sollten Bauchschläfer sich zusätzlich zu einer geeigneten Matratze ein spezielles Bauchschläferkissen besorgen. Was den Aufbau der Matratze betrifft, sollte diese bei Bachschläfern vor allem das Becken stützen. Sonst kommt es zu einem übermäßigen Einsinken und die Wirbelsäule wird stärker gebogen.

Matratzenkauf für Paare

Viele Paare wünschen sich während der Nachtstunden größtmögliche Nähe. Das Bedürfnis nach engem Körperkontakt sorgt jedoch nicht selten für Fehlentscheidungen beim Matratzenkauf. Entscheidet sich ein Paar für eine einzige Matratze, die das gesamte Bett ausfüllt, ist das zumeist ein Kompromiss und kann Schlafprobleme nach sich ziehen. Der Grund hierfür liegt auf der Hand. So kommt es nahezu nie vor, dass beide Partner über die gleichen körperlichen Voraussetzungen verfügen. Laut derwesten.de braucht es also zwei verschiedene Matratzen, um den individuellen Bedürfnissen gerecht zu werden.

Unter einer Bettdecke hervorragende Füsse
Nur eine Matratze zu kaufen, ist im Doppelbett wenig vorteilhaft.
Paare, die sich hiergegen entscheiden, bezahlen mit verschlechtertem Schlafkomfort. Nicht nur, weil die Matratze nicht auf die jeweiligen Bedürfnisse der Partner ausgelegt sind, sondern auch wegen der zusätzlichen Unruhe im Bett. Dreht sich einer der Partner während der Nachtstunden, so bewegt sich die gesamte Matratzenfläche. Das wiederum stört den Schlaf des anderen und verhindert erholsame Ruhe. Gleiches gilt, wenn sich das Körpergewicht beider Partner deutlich voneinander unterscheidet. Der leichtere Partner liegt dann stets auf einer abgeschrägten Fläche, die seinen Körper nicht ausreichend stützen kann.

Es ist daher nur empfehlenswert, im Doppelbett auf zwei verschiedene Matratzen zu setzen. Die Ritze, die sich zwischen den Partnern bildet, kann in diesem Fall durch einen speziellen Keil geschlossen werden. Dann ist auch gemütliches Kuscheln vor dem Einschlafen wieder möglich.

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