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Scharfes Fernsehen

HDTV kommt - nur ist noch nicht ganz klar wie

Seit November 2009 senden RTL und Vox im verschlüsselten HDTV-Programmangebot „HD Plus“. Im Januar 2010 startetn Sat.1, ProSieben und Kabel 1. Und jetzt sind auch ARD und ZDF auf den Zug mit hochauflösenden Technik aufgesprungen - allerdings nicht verschlüsselt. Doch was steckt eigentlich hinter der Technologie HDTV?

Alles eine Frage der Auflösung

High Definition Television – zu deutsch: hochauflösendes Fernsehen – gilt als Sammelbegriff für alle Verfahren, die eine höhere Bildauflösung und damit eine bessere Bildqualität gewährleisten. Es handelt sich dabei nicht eigentlich um eine neue Technik, sondern um eine Verbesserung des bewährten Vorgängers, dem Standart Definition Television. Anders als im Kino, wo ein aus Zelluloid bestehender Filmstreifen an einer Lichtquelle vorbeigezogen wird, baut sich das Bild am heimischen Fernseher nämlich aus 576 Zeilen auf. Bei einer Frequenz von 50 Hertz werden pro Sekunde 25 Bilder übertragen, die unser Auge dann zu Bewegungsabläufen zusammensetzt. Das hat über Jahrzehnte gut funktioniert, doch alle Details – die Zeilenzahl, die Übertragungsgeschwindigkeit, selbst das Format des Bildes – waren von technischen Gegebenheiten abhängig, und die haben sich rapide weiterentwickelt. Tatsächlich hat auch das Fernsehen in Deutschland nicht immer mit einer Auflösung von 576 Zeilen gearbeitet. Erst die Einführung dar PAL-Norm und die bundesweite Ausstrahlung des Farbfernsehens ab 1967 garantierte diesen Qualitätsstandart. Im Moment hingegen sind bis zu 1080 Zeilen möglich. Je mehr Zeilen ein Bild hat, desto detailreicher und schärfer wirkt es. Und genau an diesem Punkt setzen die Vorzüge von HDTV ein, denn andere Bildformate – z.B. das jetzt vielgenutzte 16:9 – und eine höhere Bildübertragungsrate – z.B. 100 Hertz – sind schon früher möglich gewesen.

 

 

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von Kai U. Jürgens
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