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Klonen und Ethik

Ethische Bedenken und gesetzliche Regelungen in den einzelnen Ländern.

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Was vor Dolly gänzlich unbeeinflussbar erschien, müsste neu zu definierenden ethischen Regeln folgen, sobald das reproduktive Klonen von Menschen ebenfalls technisch machbar wird. Wer sollte aufgrund welcher Eigenschaften geklont werden und wer nicht? Und ist eine Technik, die eine solche Frage aufwirft, überhaupt ethisch akzeptabel? Der spanische Schriftsteller Javir Marías verglich die Klontechnik gar mit der Erfindung der Atombombe. Der Soziobiologe Richard Dawkins, war hingegen von der Idee "fasziniert", einen Klon von sich selbst heranwachsen zu sehen.

Auch das so genannte therapeutische Klonen ist ethisch heftig umstritten, weil die geklonten menschlichen Embryonen bei der Stammzellentnahme einem bestimmten Zweck dienen und abgetötet werden. Doch auch ein Verzicht auf das therapeutische Klonen als Behandlungsoption ist ethisch bedenklich und bedarf einer Legitimation. Diese ethischen Konflikte spiegeln sich in den politischen Entscheidungsprozessen wider: Die Vereinten Nationen haben in einer Deklaration das reproduktive Klonen 2005 zwar unverbindlich geächtet. Zu einer bindenden Resolution kam es jedoch nicht, weil einige Länder das therapeutische Klonen legalisiert, andere jedoch sowohl das therapeutische als auch das reproduktive Klonen verboten sehen wollten.

In den USA gibt es nach wie vor kein Bundesgesetz gegen das Klonen, so dass die Bundesstaaten individuell festlegen, ob jegliches oder nur reproduktives Klonen verboten ist. Viele haben jedoch gar kein Klon-Gesetz – so auch in Kentucky, wo Karl Illmensee seine Menschenklonexperimente durchführte.

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Sascha Karberg
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