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GROßES WöRTERBUCH DER DEUTSCHEN SPRACHE
Yuppie:
Der Ausdruck für junge, gut ausgebildete Berufstätige, die in großstädtischen Ballungsgebieten leben, kommt aus Amerika:
Young urban professional
wird in den USA als Bezeichnung für einen „jungen, weltgewandten Fachmann“ gebraucht.
Yuppie
ist die Verkleinerungsform der aus den Anfangsbuchstaben dieser Bezeichnung abgeleiteten Abkürzung
Yup.
Entstanden ist der Ausdruck in den achtziger Jahren des 20. Jahrhunderts für eine Bewegung, die sich von bürgerlicher Enthaltsamkeit genauso abgrenzte wie von der Protest und Alternativkultur der sechziger Jahre. Er erschien erstmals 1983 in einer Kolumne der Zeitung „Chicago Tribune“.
Das Wort wird hierzulande eher ironisch oder auch abwertend verwendet, weil diesem Personenkreis auch Attribute wie allein lebend, erfolgs, leistungs, karriereorientiert, materialistisch und hedonistisch zugeordnet werden. In der soziologischen Diskussion sind eine ganze Reihe weiterer Begriffe hinzugekommen, ohne dass der
Yuppie
verschwunden wäre.
Dinks
Doppelverdiener ohne Kinder (aus englisch:
double income, no kids
);
Yappies
wohlhabende junge Familien (analog zu Yuppies gebildet aus englisch:
young affluent parents
);
Yetties
junge Unternehmer in der Technikbranche (aus englisch:
young, entrepreneurial techbased
).
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