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GROßES WöRTERBUCH DER DEUTSCHEN SPRACHE

Trend

Trnd
m.
9
Tendenz, Richtung (einer Entwicklung);
im T. liegen; das ist ein T. der Zeit
[
engl.
, „Richtung, Neigung, Entwicklung“, zu
trend
„eine Richtung haben oder nehmen, sich neigen“]
Trend:
Im Englischen gibt es
trend
als Substantiv und als Verb in der Bedeutung von „Richtung“, „Neigung“ bzw. „sich neigen“, „richten“, „erstrecken“. In die deutsche Sprache gelangte zunächst nur das Substantiv als Bezeichnung für eine neue, statistisch erfassbare Entwicklungsrichtung, und zwar in den fünfziger Jahren des 20. Jahrhunderts. Zu den ersten Gelegenheiten, bei denen in Deutschland von einem
Trend
die Rede war, gehörte die Analyse der Bundestagswahl 1957. Inzwischen hat sich aber auch das Adjektiv
trendy
für „im Trend liegend“ eingebürgert.
Im Lauf der Zeit ist der
Trend
längst zu einem Modewort, einem
Trendwort
, geworden, das auf vielen Gebieten gebraucht wird. Man spricht von
Trendsportarten
wie Inlineskating. In Marketingagenturen untersuchen
Trendforscher
Modeerscheinungen. Jemand, der auf diesem Feld besonders kompetent ist, gilt als
Trendguru.
Wer es schafft, neue Modewellen zu kreieren, ist ein
Trendsetter.
Der
Trendscout
hält professionell Ausschau nach neuen Modeströmungen, um sie frühzeitig für die Konsumindustrie verwerten zu können. In der Politik gibt es mit dem Begriff
Genosse Trend
sogar die Personifikation der öffentlichen Meinung. Am nächsten kommt dem
Trend
wohl noch der deutsche Begriff „Zeitgeist“.
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