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GROßES WöRTERBUCH DER DEUTSCHEN SPRACHE

Teufel

Teu|fel
m.
5
1.
in vielen Religionen
böser Geist, Verkörperung des Bösen;
T. und Hexen
2.
christl. Relig.
Widersacher Gottes (der den Menschen zum Bösen verführt);
<auch>
norddt.
Deubel, Deiwel,
mdt.
Deibel,
verhüllend
Deixel;
T.!, T. nochmal!, T. auch!
Flüche, wenn etwas nicht so geht, wie es gehen soll
ich frage den T. danach, ob ihm das recht ist!
es ist mir ganz gleichgültig, ob ;
ich werde den T. tun!
ich werde das ganz und gar nicht tun!;
in der Not frisst der T. Fliegen
in der Not tut man manches, was man sonst nicht tun würde, in der Not begnügt man sich mit Geringerem;
der T. soll ihn holen!; dort ist der T. los
dort herrscht große Aufregung, dort ist ein wilder Kampf im Gange;
man soll den T. nicht an die Wand malen
im Volksglauben
man soll nicht von etwas Unangenehmem sprechen, weil es dann wahrscheinlich eintritt;
hat dich der T. geritten?
bist du verrückt?;
er ist des ~s
er ist verrückt, er ist unverantwortlich waghalsig;
etwas auf T. komm raus versuchen
etwas mit allen Mitteln versuchen;
damit kommt man in ~s Küche
damit kommt man in eine schwierige, gefährliche Lage;
scher dich zum T., geh zum T.!
mach, dass du wegkommst (und dich nie mehr blicken lässt)!;
jmdn. zum T. jagen
jmdn. davonjagen;
pfui T.!
verstärkend
3.
ugs.
Kerl, Bursche;
er ist ein armer T.
4.
böser Kerl, boshafter Mensch, jmd., der andere häufig boshaft neckt, ungezogenes, ungebärdiges Kind;
er ist ein T.
[< 
mhd.
tiufel
< 
ahd.
tiufal
< 
got.
diabaulus
< 
kirchenlat.
diabolus
„Teufel, Verleumder“, < 
griech.
diabolos
„Verleumder“]
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