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GROßES WöRTERBUCH DER DEUTSCHEN SPRACHE

rühren

rüh|ren
V.
1, hat gerührt
I.
mit Akk.
1.
etwas oder sich r.
bewegen;
die Glieder r.
sich kräftig Bewegung machen;
er konnte vor Müdigkeit kein Glied mehr r.; rühr dich nicht (vom Fleck)!; kein Lüftchen rührte sich; im ganzen Haus rührte sich nichts, als ich klingelte; der Wagen war so voll, dass man sich nicht mehr r. konnte; ein menschliches Rühren verspüren
scherzh.
das Bedürfnis verspüren, seine Notdurft zu verrichten
2.
etwas r.
a)
in kreisende Bewegung bringen;
Teig r.; die Suppe r.; etwas in etwas r.
etwas mit kreisender Bewegung des Löffels in etwas mischen;
ein Ei in die Soße r.
b)
veraltet; bei Musikinstrumenten
schlagen, zupfen;
die Trommel r.; die Saiten r.
3.
jmdn. r.
jmdn. innerlich bewegen, jmdm. ein warmes Gefühl im Herzen verursachen;
seine Bitte, seine Anhänglichkeit rührte mich; ich war über sein Geschenk sehr gerührt; der Vorfall rührte mich (bis) zu Tränen; dass sie unter seinen Launen leidet, rührt ihn überhaupt nicht
II.
o. Obj. oder refl.; Mil.
die stramme Haltung lockern;
Rühren!
militär. Kommando
;
Rührt euch!
militär. Kommando
;
Lassen Sie r.!
militär. Aufforderung
Lassen Sie die Leute bequem stehen!
III.
mit Präp.obj.
an etwas r.
1.
etwas anfassen;
rühr bitte nicht an die Vase, sie fällt leicht um
2.
an etwas erinnern, von etwas sprechen (was für den andern unangenehm oder schmerzlich ist);
rühre nicht daran!
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