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GROßES WöRTERBUCH DER DEUTSCHEN SPRACHE

Rebell

Re|bll
m.
10
Aufrührer, Empörer
[< 
frz.
rebelle
in ders. Bed., zu
rebeller
„sich empören, sich auflehnen“, < 
lat.
rebellare
„den Krieg, den Kampf erneuern“ (gegen den, der ihn soeben gewonnen hat), übertr. „sich auflehnen“, < 
re
„wieder“ und
bellare
„Krieg führen, kämpfen“, zu
bellum
„Krieg“]
Rebell:
Ein
Rebell
ist ein „Aufständischer“ oder „Aufrührer“. Wörtlich bezeichnet das aus dem Lateinischen kommende Wort jemanden, der „den Krieg erneuert“, denn es setzt sich zusammen aus
re
„zurück“, „wieder“ +
bellum
„Krieg“ (zu
bellare
„Krieg führen“, „kämpfen“). Der Ausdruck ist im 16. Jahrhundert aus dem Französischen entlehnt worden, wobei das Substantiv für Aufstand,
rébellion
, einfach zu
Rebellion
eingedeutscht wurde.
Das Spektrum der Verwendung dieses Worts reicht über das Militärische hinaus. Zwar werden beispielsweise die tamilischen Separatisten auf Sri Lanka oder die tschetschenischen Kämpfer gegen Russland durchaus genauso als
Rebellen
bezeichnet, wie man den Versuch der Stuarts, im 18. Jahrhundert den englischen Thron zurückzuerobern,
Jakobitische Rebellion
nennt. Doch wird der Ausdruck auch allgemein für jede Form der Auflehnung gegen Autoritäten gebraucht.
Rebellisch
können mithin auch Kinder sein, die gegen ihre Eltern aufbegehren. Die Protagonisten der „außerparlamentarischen Opposition“ in der Bundesrepublik in den sechziger Jahren des 20. Jahrhunderts sahen sich als Rebellen. Als Prototyp des Rebellen gegen die hergebrachte Ordnung gilt nicht zuletzt wegen seiner Filmrollen der amerikanische Schauspieler James Dean (19311955).
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