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GROßES WöRTERBUCH DER DEUTSCHEN SPRACHE

leiden

lei|den
V.
77, hat gelitten
I.
o. Obj.
1.
Krankheit, Schmerzen, Pein erdulden, aushalten;
er leidet sehr; er hat (vor seinem Tod) lange l. müssen; an etwas l.
eine länger dauernde Krankheit haben;
er leidet an Heuschnupfen; unter etwas l.
(körperliche oder seelische) Schmerzen durch etwas haben;
er leidet unter der Kälte, unter der Strenge seines Vaters
2.
Schaden nehmen, beschädigt werden;
die Pflanzen haben durch den langen Regen gelitten; unser Haus hat im Krieg stark gelitten
II.
mit Akk.
1.
etwas l.
a)
zulassen, dulden;
ich leide es nicht, dass der Hund geärgert wird; die Sache leidet keinen Aufschub
b)
geh.
erleiden, von etwas betroffen sein;
Hunger l.
2.
jmdn. l.
a)
nur im Part. Perf.
wohl, gut gelitten sein
beliebt sein
b)
unpersönl., mit „es“; geh.
es litt sie nicht länger im Hause
poet.
sie konnte es nicht länger im Haus aushalten
III.
mit Akk. und „können, mögen“
etwas oder jmdn. l. können
etwas oder jmdn. gern haben;
ich kann, mag solche Musik, deine Kleidung nicht l.; ich kann, mag ihn gut l.; sie mag seinen Anzug nicht l.; ich kann es überhaupt nicht l., wenn man
ich habe es nicht gern, ich mag es nicht
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