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GROßES WöRTERBUCH DER DEUTSCHEN SPRACHE

können

kọ̈n|nen
V.
72
I.
als Modalverb mit Verben; hat können
1.
imstande sein, zu etwas fähig sein, etwas gelernt haben;
laufen, schwimmen, lesen, schreiben, Auto fahren k.; er hat nie gut reiten k.; ich kann es nicht aushalten, habe es nicht aushalten k.; ich kann ihm nicht helfen, habe ihm nicht helfen k.; kann ich etwas für Sie tun?
2.
dürfen:
k. wir anfangen?; kann ich noch etwas Butter haben?; du kannst gehen; du kannst mich (mal)!
derb
du kannst mich am Arsch lecken, lass mich in Ruhe, mach, was du willst!
3.
in der Wendung
sich nicht lassen k. vor Freude
außer sich sein vor Freude
II.
als Vollverb, hat gekonnt; mit Adj. und unbestimmtem
Pron.
1.
Fähigkeiten haben, Wissen haben und in der Lage sein, es anzuwenden;
er kann viel; er kann (gar) nichts; wir haben ihn nicht behalten, denn er hat nichts gekonnt; er kann etwas; was k. Sie?; er kann auch anders
ugs.
er kann sich auch anders verhalten;
ich habe nicht anders gekonnt,
ugs. auch
ich habe nicht anders k.,
eigtl.
ich habe nicht anders handeln k.
2.
die nötige Kraft haben;
kannst du noch?; ich kann nicht mehr; ich habe nicht mehr gekonnt,
ugs. auch
ich habe nicht mehr k.; ich konnte nicht mehr vor Lachen
ich habe sehr, unbändig gelacht;
k. vor Lachen!
ugs., als Antwort auf eine Aufforderung
wenn es nur ginge!, wenn es nur möglich wäre!;
etwas für etwas k.
die Schuld an etwas haben;
ich kann nichts dafür, wenn ; ich habe nichts dafür gekonnt, dass es so gekommen ist; die beiden k. miteinander
ugs.
sie kommen gut miteinander aus
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