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GROßES WöRTERBUCH DER DEUTSCHEN SPRACHE

Hamburger

Hm|bur|ger
m.
5
flache Frikadelle in einem Milchbrötchen
[über das Englische nach einer ähnlichen Form dieses Imbisses, wie er in
Hamburg
gegessen wird]
Hamburger:
Der wegen seiner weltweiten Verbreitung durch amerikanische Schnellrestaurants scheinbar urenglische Ausdruck für die Frikadelle in einem Milchbrötchen kommt ursprünglich aus Deutschland. Im 16. und 17. Jahrhundert starteten die Überseelinien für die Auswanderer nach Amerika fast alle in Hamburg. Die meist karge Verpflegung für die Emigranten orientierte sich seinerzeit an einfacher Hamburgischer Hausmannskost. Dazu gehörte auch „Rundstück warm“, eine Scheibe Schweinebraten mit etwas Soße in einem Brötchen.
Daraus wurde in Amerika „Hamburger beef steak“, das als Bezeichnung für Hackfleisch in den siebziger Jahren des 19. Jahrhunderts auftaucht. Der Begriff „Hamburger Steak“ findet sich dann 1891 zum ersten Mal in einem amerikanischen Kochbuch. Ein solches Steak zwischen Brotscheiben oder in einem Brötchen firmiert dort als „Hamburger sandwich“. Daraus wurde abgekürzt
Hamburger
oder noch kürzer
Burger
. Durch die 1940 im kalifornischen San Bernardino gegründete Restaurantkette der Brüder Richard und Maurice McDonald kam das Gericht nach Deutschland zurück, wobei der klassische Hamburger jetzt aus Rindfleisch besteht. Die erste Filiale dieser Restaurantkette hierzulande wurde 1971 in München eröffnet.
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