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Rätsel des Alltags

Wieso wird Brot eigentlich hart und ein Keks weich?

Man kennt das: Kaum liegt das Brot ein paar Tage in der Küche und schon ist es hart. Die Butterkekse in der offenen Verpackung hingegen sind weich und labberig geworden. Aber wieso? Es sind doch beides Backwaren.


Wasser und Zucker

Es liegt am Wasser- und Zuckergehalt. Brot enthält etwa 40 Prozent Wasser. Kekse nur wenige Prozente. Der Zuckergehalt von Keksen ist dafür aber ca. 60 bis 70 Mal höher als der von einem Brot. Im Laufe der Zeit gibt das Brot seinen relativ hohen Wassergehalt an die Raumluft ab und härtet aus. Sein Wasser verdunstet. Und die Kekse?
 

Große Oberfläche

Beim Zucker in den Keksen handelt es sich in der Regel um Puderzucker. Dessen Oberfläche ist 100 Mal größer als der von normalem Haushaltszucker. Zucker ist wie Salz hygroskopisch, das bedeutet, Zucker zieht Wasser oder Feuchtigkeit aus der Luft geradezu magisch an. Während also das Brot Wasser abgibt, zieht es der Keks wegen seines Zuckergehaltes an.
 

Die richtige Aufbewahrung

Die Kekse sollte man daher gut verpackt und geschützt von der Außenluft aufbewahren. Brot lagert man am besten im Brotkasten oder in einem Römertopf. Das hat den Vorteil, dass im Brot für längere Zeit eine gewisse Feuchtigkeit verbleibt, doch noch so viel Luft daran kommt, dass es nicht schimmelt.
 

von Dr. Alexander Stahr
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