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Rätsel des Alltags

Warum parkt man rückwärts besser ein?

Nach unzähligen Runden durch das Viertel erspäht der verzweifelte Autofahrer endlich eine Parklücke. Doch der Hintermann klebt schon fast an der Stoßstange. Dahinter folgen noch mehr Fahrzeuge. Also vorwärts rein in die Lücke. Doch das geht eher schlecht als recht und ist mit einer furchtbaren Kurbelei verbunden. Rückwärts einparken wäre einfacher gewesen, hätte einem nicht die Angst um die Lücke im Nacken gesessen.

 

Der engere Radius

Dass rückwärts einparken einfacher ist als vorwärts, liegt am unterschiedlichen Spurkreis, den Vorder- und Hinterräder beschreiben. Die sozusagen mitgeschleppten Hinterräder durchlaufen einen engeren Radius als die Vorderräder. Wenn eine Parklücke groß genug ist, so kann man dies beim Vorwärtseinparken dadurch ausgleichen, indem man noch ein Stück nach vorne rollt, bis auch die Hinterräder zu den Vorderrädern parallel stehen.

 

Übung macht den Meister

Parkt man bei einer geradeso passenden Lücke rückwärts ein, kommt einem der engere Spurkreis der Hinterräder entgegen. Denn die Hinterräder sind rasch in der Lücke. Dreht der Fahrer dann das Lenkrad im richtigen Augenblick in die entgegengesetzte Richtung, holen die Vorderräder den noch verbleibenden Abstand auf. Führerscheinneulinge benötigen sicherlich einiges an Übung, damit dieser Prozess in Fleisch und Blut übergeht. Entscheidend ist natürlich auch der passende Einparkwinkel.
 

Dr. Alexander Stahr
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