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Rätsel des Alltags

Warum machen Querstreifen dick?

Kleidungsstücke mit quergestreiften Mustern lassen überflüssige Pfunde noch üppiger erscheinen. So die landläufige Meinung. Doch die verbreitete Ansicht scheint ein Irrtum zu sein.

 

Quer über den Bauch

Wer ein paar Pfunde zu viel auf den Hüften hat, vermeidet es, quergestreifte Kleidungsstücke zu tragen, da ein solches Muster für mehr optisches Volumen sorgen soll. Doch schon im Jahr 1867 stellte der deutsche Physiologe Hermann von Helmholtz fest, dass quergestreifte Kleidungsstücke die Figur einer Frau eher strecken als in die Breite ziehen. Trotzdem hat sich die Meinung hinsichtlich der Querstreifen bis heute nicht geändert.

 

Längs wirkt dicker

Im Jahr 2008 hat der britische Psychologe Peter Thompson von der University of York anhand einer Studie mit männlichen und weiblichen Probanden ebenfalls festgestellt, dass Querstreifen auf Kleidungsstücken den Körper offenbar in die Länge ziehen. Die Versuchskaninchen mussten sich hundert Fotos von Frauen ansehen, die längs- und quergestreifte Muster trugen. Den Damen mit Querstreifen auf der Kleidung unterstellte man wesentlich weniger Gewicht als den Damen mit Längsstreifen.

 

Tricksen mit Nadel und Faden

Offenbar betonen Längsstreifen kritische Körperzonen, während Querstreifen kaschieren, da sie dem Frauenkörper mehr Struktur verleihen. Doch die Mode kennt ohnehin viele Tricks, um Problemzonen des Körpers besser erscheinen zu lassen. Etwa bestimmte Nahtführungen, Zuschnitte oder Farben, so dass sowohl Längs- als auch Querstreifen von unbeliebten Pfunden ablenken.

Dr. Alexander Stahr
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