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Rätsel des Alltags

Freitag, der 13. - ein Unglückstag?

Freitag, der 13.
.. oh Gott, heute ist Freitag, der 13.

Wenn auf dem Kalenderblatt hinter einem Freitag die Zahl 13 erscheint, haben viele Zeitgenossen ein mulmiges Gefühl. Woher kommt das?

Fehlte auch in Ihrem Urlaubsflieger die Reihe 13? Oder in Ihrem Hotel das Zimmer 13 oder gar der 13. Stock? Das ist nicht verwunderlich, denn die 13 gilt schlechthin als Unglückszahl. Dabei ist sie eine Glückszahl!
Über Freitag, den 13.

Ein Unglückstag

Wenn auf dem Kalenderblatt hinter einem Freitag die Zahl 13 erscheint, haben viele Zeitgenossen ein mulmiges Gefühl. Denn ein Freitag in Kombination mit der 13 gilt als Unglückstag. Einige Leute nehmen sich an diesem Datum sogar Urlaub und gehen nicht aus dem Haus. Aber warum ist die Zahl 13 für viele Menschen eine Unglückszahl?

Eine Zahl von Bedeutung
Früher hat man nahezu allen Zahlen und Tagen eine ganz besondere Bedeutung zugemessen. Dabei war die Zahl 13 in vielen Kulturen besonders bedeutsam. Und zwar deshalb, weil sie die ebenfalls sehr bedeutsame Zahl zwölf um eins überschreitet. Zweimal zwölf Stunden hat ein Tag und zwölf Monate hat ein Jahr. Und: Beim letzten Abendmahl saßen 13 Menschen um den Tisch. Der 13. war angeblich der Verräter Judas.

Die Glückszahl des Mittelalters

So wurde die Zahl, die alles „Normale“ und „Gute“ überschreitet, zur „bösen“ Zahl. Bei der 13 hat der Teufel die Hand mit im Spiel, sagte man. Und im Volksmund wurde die 13 oft als das „Dutzend des Teufels“ bezeichnet. Jedoch nicht immer war die 13 eine Unglückszahl. Im Mittelalter benötigte man zwölf Mönche und einen Abt, um ein Kloster zu gründen. Daher galt die 13 früher sogar als Glückszahl. Trotzdem verzichten heute viele Hotels auf Zimmer 13.

Der Freitag und die 13

Als „Pärchen“ hatten der Freitag und die 13 früher überhaupt keine Bedeutung. Bis in das 20. Jahrhundert hatten sie gar nichts miteinander zu tun. Weder in alten Schriften noch in Märchen oder Sagen tauchen der Freitag und die 13 gemeinsam als Unglücksbringer auf. Historiker meinen, dass diese „unglückliche Verbindung“ aus den Federn von Schriftstellern, Sprachwissenschaftlern oder Historikern des letzten Jahrhunderts stammt, um damit gewisse Ziele zu erreichen. Übrigens: Würden Sie auf das 13. Monatsgehalt verzichten?
 

Dr. Alexander Stahr
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