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Prognosen zur Fußball-EM 2016: Wer wird gewinnen?

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Beau Jeu, der offizielle der Spielball der Fußball-EM 2016
Über den "Beau Jeu", so der Name des offiziellen Spielballs der EM, sind bisher keine Klagen zu hören. Als Entschuldigung für schlechte Leistungen fällt er damit aus.
Prognose 2:  Endspiel Deutschland : England

Etwas anders sehen den EM-Verlauf Michael Groll von der FHM Köln und seine Kollegen. Sie fütterten ihr Modell erst mit Daten unter anderem zum Marktwert der Mannschaften, dem Koeffizienten in der UEFA-Rangliste und den geschossenen Toren in der EM-Qualifikation. Dann bezogen sie in ihren Simulationen des Turnierverlaufs auch Sondereffekte und Zufallsfaktoren mit ein.

Ihre Prognose: Die stärksten zehn Teams sind Deutschland, Spanien, Frankreich, England, Belgien, Italien, Portugal, Kroatien, Russland und die Türkei. Für das Halbfinale tippen Groll und sein Team auf die Spielpaarungen Polen gegen England und Deutschland gegen Frankreich. Ihrer Simulation nach hat die deutsche Mannschaft es dabei zwar schwer, könnte aber das Glück auf ihrer Seite haben. Im Endspiel wartet dann England auf Deutschland – und Deutschland könnte gewinnen.

Prognose 3: Deutschland als Gruppenzweiter

Noch nicht bis zum Endspiel reichen dagegen die Simulationen von Hardy Hanappi von der Universität Wien. Er forscht an der Simulation komplexer Systeme und hat ebenfalls die wahrscheinlichsten Ergebnisse der EM-Spiele vorherberechnet. Und auch er kalkuliert den Zufall mit ein:  "In jedem simulierten Spiel fallen die Tore anders. Die Wahrscheinlichkeit, dass aus einer Torchance auch ein Tor entsteht, hängt dann auch von der jeweiligen Stürmerqualität, der Abwehrqualität und vielen anderen Parametern ab", erklärt der Forscher.

Seiner Prognose nach werden fast alle großen Favoriten - Frankreich, Deutschland, Spanien, England, Portugal – die Gruppenphase überstehen. Die deutsche Mannschaft kommt dabei als Gruppenzweiter ins Achtelfinale, auch Portugal muss sich in seiner Gruppe Österreich geschlagen geben. Wie es in der KO-Runde weitergeht, will Hanappi schon bald nachtragen – natürlich vor Beginn des Achtelfinales.

Klar scheint: Den künftigen Europameister vorauszusehen, ist alles andere als leicht. Aber das ist ja auch ganz gut so: "Es liegt in der Natur von Prognosen, dass sie auch danebenliegen können – sonst wären Fußball-Turniere auch sehr langweilig", sagt Zeileis. "Wir liefern Wahrscheinlichkeiten, keine Gewissheiten." Bis zum Finale im Stade de France bleibt es also spannend.

NPO, 10.06.2016
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