19.05.2016
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Online-Reisebuchung: Vorsicht vor Betrugs-Portalen!

Der Urlaub naht, Natur, Strand oder Berge locken. Also nichts wie ins Internet und eine Reise gebucht. Doch Vorsicht: In letzter Zeit häufen sich dabei Betrugsfälle. Kriminelle ahmen die Reise-Portale echter Anbieter nach oder lancieren kurzerhand ein eigenes Buchungsportal. Wer darauf hereinfällt, verliert sein Geld und noch dazu seine Urlaubszeit.

Online-Reisebuchung mit Strand als Hintergrund
Online zu buchen, liegt im Trend – das hat aber auch Risiken.
Was beim Online-Shopping schon an der Tagesordnung ist, wird auch im Online-Reisegeschäft zu einer wachsenden Bedrohung: Betrug durch Cyberkriminelle. Immer häufiger fallen Reisewillige auf gefälschte Websites herein, die auf den ersten Blick aussehen wie ein ganz normales Buchungsportal. Nichtsahnend buchen die Nutzer daher und gehen so den Betrügern auf den Leim.

Die fatale Folge: Nicht nur ist ihr Geld nun weg, oft fliegt der Schwindel auch erst am Flughafen oder sogar Urlaubsort auf - wenn Flugtickets nicht gültig oder Zimmer nicht reserviert sind. Das ist doppelt ärgerlich, denn man verliert nicht nur Geld, sondern auch wertvolle Urlaubszeit. Umso wichtiger ist es, die Maschen der Betrüger zu kennen und einige grundsätzliche Sicherheitstipps zu befolgen.

Täuschend ähnlich

"Eine der Online-Betrugsmaschen ist es, die Website realer Reiseveranstalter nachzuahmen", so André Stadelmaier von NetNames Deutschland. Das falsche Portal sieht dann dem Original täuschend ähnlich, so dass der ahnungslose Nutzer gar nicht auf die Idee kommt, er könnte auf einer Betrugsseite gelandet sein.

Der Clou daran: "Anschließend werden die gefälschten Seiten unter einer ähnlichen Adresse wie die Original-Website - zum Beispiel mit einer leicht anderen Schreibweise oder einer anderen Domain-Endung - ins Internet gestellt", erklärt Stadelmaier. Wer sich bei der Internetadresse vertippt oder beispielsweise einfach nur die falsche Endung  - .de statt .com – eingibt, der landet dann direkt auf den gefälschten Websites. Oft führen auch Internet- und Social-Media-Anzeigen zu solchen auf den ersten Blick seriösen Angeboten.

Vorsicht vor unbekannten Anbietern

"Ein anderer typischer Weg ist die Schaffung komplett neuer Internetauftritte mit Fantasienamen, die vorgeben, Flüge oder Zimmer zu vermitteln", sagt Stadelmaier. Um Besucher zu den betrügerischen Angeboten zu lenken, erstellen die Scheinanbieter lobende Kommentare und Empfehlungen auf bekannten Bewertungsportalen wie TripAdvisor. Dazu kommen auch bei dieser Masche häufig Online- und Social-Media-Anzeigen, die direkt zu den kriminellen Seiten verlinken.

Stutzen sollten Käufer auch, wenn die Web-Adresse noch nicht lange vergeben ist. "Über die Website www.who.is lässt sich das meist schnell herausfinden", erklärt der Experte. Nach Eingabe der URL zeigt dieses Portal - abhängig von der jeweiligen Domain-Endung - verschiedene Daten zur Website an, darunter auch das Datum der Registrierung. Ist die Webseite schon mehrere Jahre alt, ist dies ein Zeichen dafür, dass sie vertrauenswürdiger ist als eine Seite, die zum Beispiel erst kürzlich registriert wurde.

"Wer sich nicht hundertprozentig sicher ist, mit wem er es zu tun hat, sollte die Reise auf keinen Fall per Überweisung oder Western Union bezahlen", warnt der Experte. "Kreditkarten bieten hier zumindest einen gewissen Schutz." Außerdem sollten grundsätzlich keine persönlichen Details oder Kreditkarten-Angaben übermittelt werden, wenn die Übertragung nicht durch eine SSL-Verbindung gesichert ist. Eine SSL-Verbindung wird bei besonders aufwändiger Sicherung über eine farbig hervorgehobene Browser-Adresszeile oder andernfalls über ein Vorhängeschloss-Symbol angezeigt.

internet travel booking, 19.05.2016