21.05.2015
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wissen.de Artikel

Geld sparen

Wie funktioniert es richtig?

Wer sein Geld sparen möchte, wird in erster Linie daran denken müssen, wie viel Geld im Monat für unwichtige Dinge ausgegeben wird. In diesem Beitrag geht es aber nicht um die monatlichen Ausgaben, sondern darum, wie das Geld auf beste Weise angelegt werden kann, sodass sich das Sparen lohnt. Nicht immer ist das einfache Girokonto oder das Sparbuch die beste Möglichkeit – immer häufiger greifen Kunden auch zum flexiblen Tagesgeldkonto. Worauf es hierbei ankommt und wie es im Vergleich zu den anderen Konten abschneidet, zeigt folgender Bericht. 
 
Das Girokonto zum Sparen
Bei einem Girokonto handelt es sich um ein normales Konto, wie es nahezu jeder Bürger in Deutschland besitzt. Das Girokonto wird bei der Bank des Vertrauens abgeschlossen, anschließend wird eine Kontokarte ausgegeben, die mit einer einfachen Unterschrift bestätigt wird. Jetzt kann das Konto zum Einkaufen im Internet, im normalen Handel oder zum Überweisen von Rechnungen genutzt werden. Das Girokonto ist das meistgenutzte Konto, wird also auch immer wieder zum Sparen eingesetzt. Lohnt sich dieser Schritt? 
 
Geld sparen

Viele Menschen sparen Geld auf einem Girokonto, obwohl diese Kontoart nur bedingt dafür geeignet ist.

 
Grundsätzlich kann gesagt werden, dass ein Girokonto nicht zum Sparen gedacht ist. Zwar können hohe Summen auf das Konto eingezahlt und gelagert werden, doch erhalten Kunden meist nur einen geringen Zinssatz. Beim Zinssatz handelt es sich um eine Prozentanzahl. Das eigene Guthaben wird dann monatlich oder jährlich um diesen Wert erhöht, sofern keine Summen abgehoben werden. Wer also effektiv sparen möchte, sollte auf die Zinssätze schauen. Bei einem Girokonto sind die Sätze enorm gering. Hier erhalten Anleger meist nur einen Guthabenzins von 0,05 bis 0,9 Prozent. Oftmals gibt es sogar Banken, die keinen Zinseffekt anbieten. Diese Banken fallen ohnehin aus dem Vergleich, da es hier um das Sparen von Geld geht. 
 
Ein Girokonto ist ein Konto zum täglichen Gebrauch. Wer dauerhaft Geld anlegen und sparen möchte, sollte zu einem anderen Konto greifen. Hierfür ist das Girokonto nicht geeignet. 
 
Das Sparbuch im Detail
Beim Sparbuch handelt es sich um eine Anlagemöglichkeit, welche die meisten Menschen bereits seit der Kindheit kennen. Oft wird von den Großeltern oder den Eltern bereits in jungen Jahren ein Sparbuch eröffnet, in welches dann die wichtigen Geldsummen eingezahlt werden. Das Sparbuch heißt deshalb so, da es sich hierbei früher wirklich um ein Buch gehandelt hat. Die Summen wurden bei der jeweiligen Bank auf ein Konto eingezahlt und die Buchungen dann in einem Buch vermerkt. Gerade das Sparbuch bei der Sparkasse gehört zu den Klassikern in der Geldanlage. Dort wird in einer Geschichte der Sparkasse auch das erste Sparkassenbuch aus dem Jahr 1818 gezeigt, das zunächst auch noch als Quittungs- oder Conto-Buch bezeichnet wurde.
 
Die Zinsen werden bei einem Sparbuch ab der ersten Einzahlung vermerkt und gutgeschrieben. Dabei werden die Zinsen allerdings nur einmal im Jahr gutgeschrieben. Wer also langfristig sparen will, kann mit dem Sparbuch an der richtigen Adresse liegen. Kurzfristige Geldanlagen lohnen sich nicht. 
 
Geld sparen

Auf einem Sparbuch ist – wie der Name schon sagt – Geld zum Sparen neben anderen Orten mit am besten aufgehoben.

 
Der Vorteil eines Sparbuchs liegt darin, dass es eine sehr sichere Anlage ist. Das bedeutet, dass die veranschlagten Zinsen nach dem Abschluss nicht mehr negativ geändert werden können. Wer also einem Zinssatz von 1,5 Prozent zugestimmt hat, wird diesen auch nach zehn oder 15 Jahren noch besitzen. Dieser Effekt ist einmalig und kann bei den anderen Konten nicht in Anspruch genommen werden. Leider liegen die Zinssätze bei einem Sparbuch derzeit nicht hoch. Mit einem Satz von 1,5 Prozent gelangen viele Banken schon an ihr Limit. Auch gelangen die Kunden nur beschränkt an ihr Geld. Die meisten Banken besitzen ein monatliches Auszahlungslimit. Wer also schnell an sein gesamtes Vermögen kommen möchte, wird bei einem Sparbuch nicht glücklich sein. 
 
Das Tagesgeldkonto – der Alleskönner
Das Tagesgeldkonto ist derzeit der Sieger im Bereich des Sparens. Mit einem maximalen Prozentsatz von derzeit 1,85 Prozent kann mit einem solchen Konto auf beste Weise gespart werden. Das Tagesgeldkonto hat zudem den Vorteil, dass das Geld jederzeit in kompletter Summe abgehoben werden kann. Somit stellt das Tageskonto eine lohnende Alternative zum Sparbuch dar. Allerdings fragen sich jetzt sicher einige Menschen, wieso manche Personen noch zu einem Sparbuch greifen, wenn das Tagesgeldkonto doch in nahezu allen Punkten überwiegt. Stichwort ist hier „nahezu“ – das Tagesgeldkonto hat zwar einen höheren Zinssatz, doch kann dieser jederzeit vom Bankunternehmen verändert werden. Während bei einem Sparbuch keine Änderung erlaubt ist, gibt es beim Tagesgeldkonto keine Regelung, welche eine solche Veränderung verbietet. Wer sein Geld also langfristig und sicher anlegen möchte, der sollte lieber zum Sparbuch greifen. Wer jetzt auf den Zug mit den höheren Zinsen aufsteigen möchte, ist bei einem Tagesgeldkonto besser bedient.
 
Im Vergleich zum Girokonto kann mit einem Tagesgeldkonto auch keine Überweisung gemacht werden. Auf diesem Konto lässt sich das Geld lediglich einzahlen und ablegen. 
 
Vorteile des Tagesgeldkontos
  • Hohe Zinssätze von bis zu 1,85 Prozent
  • Monatliche Verzinsung möglich
  • Auszahlung ohne Limit
 
Nachteile eines Tagesgeldkontos
  • Zinssatz kann sich jederzeit ändern
 
Wichtige Merkmale zum Tagesgeldkonto
Wer ein Tagesgeldkonto einrichtet, sollte in erster Linie auf den Zinssatz achten. Je höher dieser ist, desto mehr Geld kann durch das Sparen erwirtschaftet werden. Allerdings ist es ratsam, auch auf das Kleingedruckte zu achten. So bieten viele Banken zwar einen hohen Zinssatz an, zahlen die Zinsen allerdings nur jährlich aus. Bei einem Sparbuch ist das gang und gäbe, bei einem Tagesgeldkonto sollte das allerdings nicht sein. Wer sein Geld kurzfristig verzinsen möchte, sollte also ein Tagesgeldkonto mit monatlicher Verzinsung wählen. Sie sind zwar selten, allerdings können hier auch kleine Summen erfolgreich angelegt werden. 
 
Desweiteren kommt es darauf an, wie Neukunden verzinst werden. Oftmals wird mit hohen Zinseffekten geworben, im Kleingedruckten steht dann aber eine maximale Dauer von Monaten, wie lang dieser Zinssatz garantiert ist. Wie tief er dann fällt, kommt immer auf die jeweilige Bank an. Beim Eröffnen eines solchen Tagesgeldkontos sollte ein Blick auf solche Dinge geworfen werfen. 
 
Wenn dennoch einmal eine falsche Entscheidung getroffen wurde, ist dies kein Beinbruch. Ein Tagesgeldkonto ist meist kostenlos und wird ohne monatliche Gebühren betrieben. Beim Wechsel kann das Geld in voller Summe abgehoben und auf ein neues Konto transferiert werden. Eine Kündigung ist nur dann nötig, wenn sie gezielt erwünscht ist. Ohne anfallende Kosten schließen die Banken das Konto meist von selbst, wenn mehrere Monate oder Jahre kein Geld angelegt wurde.