31.01.2018
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Babyboom im Affenhaus

Sieben Wochen alt ist das jüngste Mitglied der Duisburger Gorillafamilie. Liebevoll sorgt Mutter Saphiri für ihr Baby. Das wird wohl bald einen Spielkameraden bekommen, denn auch Gorilladame Mitzuri erwartet Nachwuchs. Etwa achteinhalb Monate bleiben die Babys im Bauch der Mütter, bevor sie geboren werden. Die Tierpfleger freuen sich über den Babyboom: Simone Querfurt, Tierpflegerin: "Hier im Duisburger Zoo, für alle Pfleger, die hier arbeiten und für alle Gorillas, die hier leben, ist es das erste Baby. Wir sind natürlich wahnsinnig stolz. Das ist wahnsinnig aufregend. Bei Mitzuri warten wir noch auf die Geburt ihres ersten Kindes. Wir rechnen täglich damit, wissen aber den Geburtstermin nicht so genau. Sie hat jetzt schon einen ordentlich dicken Bauch bekommen, ist sehr ruhig in der letzten Zeit. Aber wie lang es noch dauert, das wissen wir nicht so genau. Aber jeden Morgen wenn wir hier zur Arbeit kommen, da guckt man doch als erstes, was Mitzuri macht. Man weiß einfach nicht so genau, was einen erwartet, man weiß nicht so genau, was passiert. Wir gehen natürlich davon aus, dass die Geburt völlig unproblematisch ablaufen wird und dass sie sich sofort richtig um das Jungtier kümmert, wir wissen es aber nicht hundertprozentig, denn es kann immer zu irgendwelchen Komplikationen kommen. Das kann immer passieren und es kann auch immer sein, dass sie sich um das Jungtier nicht richtig kümmert, da es eben ihr erstes ist und sie das noch nie gemacht hat." Alles kein Problem, denn Mitzuri lernt im Gehege ganz nebenbei, wie Gorillababys versorgt werden. Simone Querfurt, Tierpflegerin: "Die Mitzuri hat natürlich das Glück, dass sie von ihrer Mutter aufgezogen wurde. Also sie ist in einer intakten Gorillagruppe aufgewachsen, hat dort schon gesehen, wie Jungtiere aufwachsen, wie Gorillamütter sich um die kümmern und sie hat jetzt natürlich ganz aktuell die Möglichkeit, bei Saphiri zuzugucken. Saphiri hat vor eineinhalb Monaten ihr erstes Jungtier bekommen und kümmert sich vorbildlich und da hat Mitzuri die Möglichkeit, zuzuschauen." Bei aller Freude: Ein Baby, bringt das Familienleben immer ein bisschen durcheinander, das ist auch bei Gorillas nicht anders. Simone Querfurt, Tierpflegerin: "Gerade der Makema, bei dem merkt man auch, dass der jetzt meine Nähe sucht. Da er einfach auch von den Weibchen jetzt nicht mehr so viel Aufmerksamkeit bekommt. Die Saphiri ist mit ihrem Jungen beschäftigt und die Mitzuri hat keine Lust mit ihm zu spielen, weil sie so einen dicken Bauch mit sich herum trägt. Die möchte lieber schlafen, also der sucht schon richtig unseren Kontakt." Saphiri hat im Moment nur noch Augen für ihr Baby. Melanie Ruthemann, Tierpflegerin: "Bisher hält die Saphiri ihr Kind sehr eng am Körper. Das ist normal bei Menschenaffen. Die legen ihr Kind nicht ab oder erst ab, wenn es ein gewisses Alter erreicht hat und auch schon selber herum krabbeln kann. Dann legen sie es mal vor sich, damit das Kleine laufen lernt. Aber noch ist die Saphiri unglaublich fürsorglich und hält ihr Baby eng an sich. Man merkt auch ein bisschen, dass das ihr erstes Kind ist. Sie kümmert sich, man würde fast sagen, übertrieben um das Kind. Sie wird bei den nächsten Babys wahrscheinlich auch ein bisschen entspannter und lockerer werden und ein bisschen mehr dulden, aber so, wie es jetzt ist, in den ersten Wochen, hat das Kind immer Körperkontakt zur Mutter." Das Neugeborene wiegt rund zwei Kilogramm. Mit drei Monaten wird es krabbeln können. Und trotzdem verbringt es die nächsten Jahre reitend auf dem Rücken der Mutter.