27.11.2013
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Intifda

[
arabisch, „Abschüttelung, Erhebung“
]
1987 entstandene Aufstandsbewegung der Palästinenser gegen die israelische Besatzung des Westjordanlandes [1] und des Gazastreifens [2]. Die PLO [3] übernahm nach kurzer Zeit die Führung der zunächst spontan entstandenen Protestbewegung. Mit dem Oslo-Abkommen 1993 wurde die Intifada für beendet erklärt, da weitere Verhandlungen mit dem Ziel der Errichtung eines eigenen palästinensischen Staates geführt werden sollten. Nach einem Besuch Ariel Scharons [4] auf dem Jerusalemer [5] Tempelberg brach im September 2000 die sog. zweite Intifada aus (nach einem auf dem Tempelberg befindlichen islamischen Heiligtum auch Al-Aqsa-I. genannt). Die Auseinandersetzungen entwickelten sich von beiden Seiten mit ungleich größerer Härte und Militanz als während der ersten Intifada und führten zum Zusammenbruch des israelisch-palästinensischen Friedensprozesses. Israel [6] errichtete angesichts der zahlreichen blutigen Selbstmordanschläge im Verlauf der zweiten Intifada einen Grenzzaun, um das Westjordanland vom israelischen Kernland abzutrennen.