21.05.2015
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wissen.de Artikel

Energie sparen – auch in der Küche

Spätestens seitdem Köche wie Tim Mälzer, Johann Lafer oder Jamie Oliver das Abendprogramm füllen, ist eines deutlich geworden: Die Lust am Kochen ist neu erwacht. Die Küche – von jeher Mittelpunkt eines Hauses oder einer Wohnung – erfährt eine Aufwertung vom Ort der  Nahrungsproduktion und -aufnahme zum Ort des lustvollen Erlebens kulinarischer Genüsse. Da wird gekocht, gebraten und gebacken – selbstverständlich Vitamin schonend und Energie sparend. Im Alltag kann das genauso gehen. Wir zeigen Ihnen wie.

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Deckel drauf, Schalter runter

Die Küche bietet viele Möglichkeiten für Energiesparen.

... beim Backen

Ob süßlich oder deftig – köstlicher Duft durchzieht die Küche, wenn ein Gericht im Ofen gart. Und dann ist es allzu verlockend, einen Blick hinein zu werfen. Meist haben die neuen Öfen deshalb ein Sichtfenster – ansonsten kostet das Öffnen der Ofentür eine Menge Energie. Der Ofen verliert kurzfristig seine Temperatur und braucht Zeit, um sie wieder zu erreichen.

Grundsätzlich verbraucht ein Umluftherd weniger Energie: Die warme Luft wird im Backraum optimal verteilt, so dass auch verschiedene Ebenen im Ofen genutzt werden können.

Außerdem muss für die richtige Abluft gesorgt werden. Das ist entscheidend, weil sie den Betrieb anderer Geräte stören könnte. Abschalten sollte man das Gerät rund zehn Minuten vor Ende der Garzeit – der Ofen ist aufgeheizt und kann den Rest der Backzeit auch mit der vorhandenen Restwärme durchführen.

 

 

... beim Kochen

Auf keinen Fall Dampf ablassen sollte man beim Kochen. Das heißt, ein Deckel sollte unbedingt auf dem Topf liegen. So bleibt die Hitze im Topf. Das heißt, die Herdplatte kann auf einer niedrigeren Stufe arbeiten und verbraucht weniger Energie.

Um die Energie optimal auszunutzen, sollte die Größe des Kochtopfs außerdem mit der Größe des Kochfeldes übereinstimmen.

Beim Dünsten von Gemüse reicht es übrigens, nur wenig Wasser zu verwenden. Das wirkt sich nicht nur positiv auf die enthaltenen Vitamine aus, sondern auch auf den Energieverbrauch.

... beim Spülen

Seit der Erfindung des Geschirrspülers hat sich der Streit um die Aufgabe des Geschirrspülens spürbar entspannt. Dennoch muss das schmutzige Geschirr zumindest eingefüllt und nach dem Spülen wieder ausgeräumt werden.

Bevor Sie das benutzte Geschirr in den Geschirrspüler füllen, reicht es, Essensreste in den Abfalleimer zu kippen und es mit kaltem Wasser kurz vorzuspülen. Die Maschine erledigt dann den Rest. Viele Maschinen haben sogar ein Energie-Sparprogramm, das bei einer niedrigeren Temperatur läuft. Das spart Energie.

Für die Handwäsche gilt ansonsten dasselbe wie im Badezimmer: Warmes Wasser sollte nie ungenutzt laufen. Das vergeudet nicht nur wertvolles Trinkwasser, sondern auch die Energie, die für die Erwärmung benötigt wird.

 

... beim Kühlen

Der Weg zum Kühlschrank wird von Familienmitgliedern allzu gern auf sich genommen. Kann man sich doch dort doch am besten einen Überblick verschaffen, welche Leckereien der Tag noch mit sich bringen könnte.

Die Temperatur im Kühlschrank sollte bei plus 7 Grad Celsius liegen. Das ist ideal für das Frischhalten von Lebensmitteln. Der vom Kochen noch dampfende Topf hat im Kühlschrank natürlich nichts zu suchen. Vorerst jedenfalls. Erst wenn Speisen abgekühlt sind, sollten sie in den Kühlschrank gestellt werden. Das Gerät wendet dann weniger Strom auf, um seine Temperatur zu halten. Auch Lebensmittel, die im Gefrierschrank gelagert werden, sollten nach der Zubereitung abgekühlt sein. Das vermindert nicht nur den Energieaufwand, sondern auch die Eisbildung. Die ideale Temperatur liegt hier bei minus 18 Grad Celsius.

Für Kühl- und Gefrierschränke gibt es grundsätzlich Standorte, die dem Energieverbrauch abträglich sind. Dazu gehören der Platz in der Sonne und neben der Heizung oder dem Backofen. Mehr Strom wird hier aufgewendet, um die Temperatur zu halten. Im Allgemeinen gilt natürlich, dass die Größe des Geräts an den tatsächlichen Bedarf angepasst sein sollte.

 

von Michaela Wetter, wissen.de