21.05.2015
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wissen.de Artikel

In die Umwelt investiert, ist klug saniert

Energetisches Renovieren zahlt sich schnell aus

Na klar, seinen Neubau mit einer Photovoltaik-Anlage zu krönen, Wände und Dach effizient zu dämmen oder auch nur die alten, zugigen Fenster auszutauschen, kostet eine Stange Geld. Doch diese einmalige Investition lohnt sich auf lange Sicht - für die Umwelt und besonders auch für den eigenen Geldbeutel. Wer Energie spart, reduziert Kosten.

Rechenexempel

Energiespartipps vom Fachmann

Energiesparende Baumaßnahmen von Anfang an und auch die energetische Moderinisierung von Albauten wird in Deutschland staatlich gefördert.

Die dena, die Deutsche Energie-Agentur GmbH, hat einige überraschende Rechenexempel angestellt, die so manchen Eigentümer von einer energieeffizienten Sanierung seiner Immobilie überzeugen dürften.

Den Berechnungen zu Grunde liegt ein freistehendes, 150 qm großes Einfamilienhaus Baujahr 1970 mit Energiekosten von 3600 Euro pro Jahr. Schon ein kleineres Maßnahmenpaket in Höhe von 3000 Euro - inklusive Dämmung der obersten Geschoss - sowie der Kellerdecke, Einbau von Thermostat-Ventilen und Entlüftung der Heizkörper - würde eine jährliche Energiekostenersparnis von 710 Euro bedeuten. Bei einer Energiepreissteigerung von jährlich sechs Prozent, wie sie Deutschland in den vergangenen zwölf Jahren erlebt hat, hätte sich die Investition nach vier Jahren amortisiert.

Beliebte Öko-Kredite

Sinnvoller als ein paar Einzelmaßnahmen ist jedoch eine umfassende Sanierung. So würde sich laut dena die Energiekostenersparnis bei einer "energetischen Sanierung auf Neubau-Niveau", wie es die Energieeinsparverordnung vorsieht, auf 2.390 Euro im Jahr belaufen. Die Investition von 43.200 Euro für solch ein Gesampaket, das unter anderem die Dämmung von Dach, Außenwänden und Kellerdecke, den Austausch der alten Fenster gegen eine Wärmeschutzverglasung und den Einbau einer Solaranlage zur Trinkwassererwärmung umfasst, würde sich nach 15 Jahren rechnen. Zumal der Staat dieses Sanierungsprogramm mit 5.690 Euro fördert.

In Deutschland erfreuen sich die staatlichen Zuschüsse und Kredite für Bauen oder Sanieren unter Klimaschutzaspekten übrigens wachsender Beliebtheit. In den Jahren 2001 bis 2008 hat die KfW-Bank knapp 320.000 Kredite für ökologisches Sanieren bewilligt. Ökologisches Bauen wurde im selben Zeitraum 96.570 mal gefördert. "Der Trend der vergangenen Jahre setzt sich auch im ersten Quartal 2009 fort - trotz rückläufiger Neubauquote", heißt es bei der KfW-Bank.

Weitere Informationen:

von Susanne Dreisbach, wissen.de