17.03.2014
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Kpelew

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-jɛf
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Kopelev
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Kopelew, Lew
Lew Kopelew
Lew Sinowjewitsch, russischer Schriftsteller und Literaturwissenschaftler, * 9. 4. 1912 Kiew,  18. 6. 1997 Köln; 19451955 in Haft, danach als Publizist und wissenschaftlicher Mitarbeiter am Moskauer Institut für Kunstgeschichte tätig, seit den 1960er Jahren jedoch als Regimekritiker ständigen Verfolgungen ausgesetzt; wurde 1981 aus der UdSSR ausgebürgert und lebte seitdem in der Bundesrepublik Deutschland. Seit 1982 hatte er eine Forschungsprofessur der Gesamthochschule Wuppertal inne. Ebenfalls 1982 gründete er mit H. Böll [2] die Gesellschaft „Orient-Occident“ zur Förderung von Autoren, die im Ostblock diskriminiert wurden. Neben literaturwissenschaftlichen Arbeiten (u. a. Heine- und Brecht-Biografie) verfasste Kopelew autobiografische Schriften (bis 1989 zum Teil gemeinsam mit seiner Frau Raissa Orlowa Kopelew): „Aufbewahren für alle Zeit“ deutsch 1975; „Und schuf mir einen Götzen“ deutsch 1978; „Tröste meine Trauer“ deutsch 1981; „Wir lebten in Moskau“ 1987; „Zeitgenossen, Meister, Freunde“ 1989; „Wir lebten in Köln“ 1996; „Die Stimmen der Kinder von Tschernobyl“ 1996 (zusammen mit Erika Schuchardt); „Ein Dichter kam vom Rhein“ 1997. 1981 erhielt Kopelew den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels. 1990 wurde die Ausbürgerung aufgehoben.