21.05.2015
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Chips speichern Bilder

Camcorder

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Die heutigen Camcorder können, im Gegensatz zu den Fernsehkameras von früher, bei nahezu Kerzenlicht detailgetreue Bilder aufzeichnen und vereinen Elemente eines kleinen Filmstudios. Das einfallende Licht wird in elektromagnetische Wellen umgewandelt, die von kleinen Bandköpfen als Muster winziger Magnetpartikel auf Band gespeichert werden. Zu den wichtigsten Bestandteilen gehören ein Stereomikrofon, ein Objektiv, ein CCD-Bildwandler und ein Präzisionslaufwerk mit den Magnetköpfen.
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Ein Prismenteiler (wird bei 3 Chip Kameras verwendet) zerlegt das einfallende Licht in seine roten, grünen und blauen Bestandteile, die auf je einen dafür vorgesehenen CCD-Bildwandler projiziert werden. Als Sucher dient ein Kontrollmonitor, der wie ein kleiner Fernseher arbeitet. In modernen Rekordern helfen immer häufiger LCD-Displays bei der Aufnahmekontrolle.

Schrägspuraufzeichnung

In Camcordern speichern kleine Elektromagneten - "Bandköpfe" - die Signale als Muster winziger Magnetpartikel auf einem mit einer magnetisierenden Schicht versehenden Trägermaterial. Videosignale benötigen eine Schreibgeschwindigkeit von vielen Metern pro Sekunde, wobei die "Schrägspurtechnik" die notwendige Bandlänge erheblich verkürzt. Die Bewegung und die Ausrichtung der Aufnahmeköpfe auf der rotierenden und geneigten Aufnahmetrommel ergibt ein gegenläufiges Fischgrätenmuster der Magnetpartikel, wobei sich die Trommel, je nach Aufnahmeformat (Video8, Digital 8 oder MiniDV) zwischen 1500 bis hin zu 9000mal pro Minute dreht und eine hohe Schreibgeschwindigkeit gewährleistet, auch wenn sich das Band nur langsam vorbeibewegt.

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Die Video- und Toninformation liegt in diagonalen Streifen (1) auf dem Band. Bei dem Standard VHS Format befinden sich die Ton- bzw. Kontrollspur (2) im Randbereich des Bandes.

Charged Coupled Device

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Ein Zoom-Objektiv aus mehreren Linsen bündelt das Licht der aufzunehmenden Szene auf ein oder mehrere CCDs. Ein CCD (Charged Coupled Device, Ladungsspeicher) ist ein lichtempfindliches Silizium-Sandwich, das eine isolierende Schicht aus Siliziumdioxid von einer Basis mit Metallelektroden trennt. Die Lichtimpulse werden in hunderttausende von Punkten zerlegt und in eine elektrische Welle umgesetzt, deren Höhen und Tiefen den hellen und dunklen Stellen der Aufnahme entsprechen.

Mehr Info

Wie Camcorder Videobilder aufzeichnen
Zu Beginn waren Fernsehkameras so kontrastarm, dass sich die Schauspieler die Lippen schwarz schminken mussten, damit man ihren Mund sehen konnte. Ein moderner Camcorder kann dagegen noch bei Kerzenschein detailgetreue Bilder aufzeichnen und vereint in sich alle Elemente eines kleinen Filmstudios. Sein Zoom-Objektiv bündelt das Licht auf einen Bildspeicher-Chip, der das projizierte Bild in ein elektrisches Signal erzeugt wandelt, welches dann zwecks Aufnahme an die rotierenden Bandköpfe weitergeleitet wird. Diese übertragen die Informationen über Helligkeit, Farbe und Töne auf einen schmalen Streifen (Schrägspur) des Magnetbandes, der nicht breiter ist als ein menschliches Haar.

Wie Filmkameras halten Videokameras bewegte Motive als Folgen von Standbildern fest. Videobilder bestehen aus einem Netz von Pixeln, die je einem Lichtpunkt auf dem Fernsehbildschirm entsprechen. Ein Zoom-Objektiv aus mehreren Linsen bündelt das Licht der Szene auf eine oder mehrere CCDs (ladungsgekoppelte Bauelemente). Die Lichtimpulse werden in eine elektrische Welle umgesetzt, deren Höhen und Tiefen den hellen und dunklen Stellen der Aufnahme entsprechen. Digitale Videokameras speichern die Signale als Folgen von Einsen und Nullen. Analog aufgezeichnetes Videomaterial lässt sich mit PCs und entsprechenden Erweiterungen nachträglich digitalisieren. Digitales Video kann praktisch verlustfrei reproduziert werden, lässt sich am Computer problemlos schneiden und bearbeiten und kann durch Weglassen wiederkehrender Informationen komprimiert werden.

Farbaufnahmen durch Lichtzerlegung

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Für Farbaufnahmen macht sich die Kamera die besonderen Eigenschaften des roten, grünen und blauen Lichtes zunutze. Mit diesen so genannten Primärfarben lässt sich das gesamte Farbspektrum reproduzieren. Ein winziger Filter vor dem CCD - in Form eines Mosaiks oder von Streifen, die nur wenige Mikrometer groß sind - zerlegt das Licht. Detektoren tasten die jeweiligen Farben in Dreiergruppen ab und senden ein Signal aus, dessen Informationen den roten, grünen und blauen Punkten entsprechen. In empfindlicheren Kameras spaltet ein Prismensystem das Licht in die Primärfarben und wirft es auf drei getrennte CCDs. Fällt zu viel Licht auf das CCD, kommt es zur Übersättigung (auch Blooming genannt) und zu einem völlig weißen Bild. Deshalb kann die elektronische Steuerung die Objektivblende vergrößern oder verkleinern und die Lichteinwirkungsdauer pro Bild verändern.

Magnetische Speicherung

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In Camcordern speichern kleine Elektromagneten ("Bandköpfe") die Signale als Muster winziger Magnetpartikel auf einem mit einer magnetisierenden Schicht versehenden Trägermaterial. Bei Sprach- oder Musikaufnahmen läuft das Band wie z.B. bei VHS Aufnahmen mit 4,8 cm/s an den Tonköpfen entlang. Videosignale benötigen eine Schreibgeschwindigkeit von vielen Metern pro Sekunde, wobei die "Schrägspurtechnik" die notwendige Bandlänge erheblich verkürzt. Dabei sind schmale Aufnahme- /Wiedergabeköpfe auf einer Trommel befestigt, die sich je nach Aufnahmeformat (Video8, Digital 8 oder MiniDV) zwischen 1500 bis hin zu 9000mal pro Minute drehen und eine hohe Schreibgeschwindigkeit gewährleisten, auch wenn sich das Band nur langsam vorbeibewegt.