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Prävention: Vorbeugen ist die beste Medizin

So halten Sie Herz, Rücken und Blutdruck gesund

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Gefäße unter Spannung: Bluthochdruck

Man sieht ihn nicht und spürt ihn kaum: Fast jeder dritte Bundesbürger leidet an Bluthochdruck. Bei den Senioren über 65 Jahre ist es sogar mehr als jeder Zweite. Nur die Hälfte der Betroffenen weiß von ihrer Erkrankung. Und nur 40 Prozent der Wissenden lassen sich behandeln.
Dabei ist Bluthochdruck der stärkste Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Denn er treibt die Arterienverkalkung voran und schädigt im Laufe der Jahre vor allem gefäßreiche Organe, wie Herz, Gehirn, Nieren und Augen. Die Folge können Herzinfarkt, Schlaganfall oder gar Erblindung sein. 
Blutdruckmessung

Regelmäßiges Messen des Blutdrucks hilft bei der frühen Entdeckung des Risikofaktors Bluthochdruck.

Wie hoch ist zu hoch?
Blutdruckwerte unter 140/90 mmHg („Millimeter Quecksilberläule“) gelten zwar als normal. Aber schon bei Werten über 130/85 mmHg sprechen Mediziner von einer Vorstufe von Bluthochdruck, die der Arzt im Auge behalten sollte. Optimal sind Blutdruckwerte bis 120/80 mmHg.
Lange bleibt Bluthochdruck eine stille Gefahr. Am ehesten macht er sich morgens bemerkbar: Wer häufiger mit Kopfschmerzen oder Nasenbluten aufwacht, sollte einmal den Blutdruck messen lassen. Auch Müdigkeit, Sehstörungen, Schwindelgefühl oder Atemnot unter körperlicher Anstrengung können darauf hinweisen, dass der Blutdruck nicht stimmt. 
 
Lebensstil als Risiko
Warum der Blutdruck steigt, ist oft nicht auszumachen. Nur zehn Prozent der Betroffenen leiden an einer organischen Erkrankung, beispielsweise einer Verengung der Nierengefäße, die den Blutdruck erhöht. Aber eine ganze Reihe von Risikofaktoren kann die Entstehung von Bluthochdruck begünstigen:
 
  • Rauchen  
  • Hoher Alkoholkonsum
  • Bewegungsmangel 
  • Salzreiche Ernährung
  • Häufig Bluthochdruck in der Familie
  • Stress
  • Übergewicht
  • Stoffwechselstörungen: Typ-2-Diabetes, Fettstoffwechselstörungen
 
Prävention und Hilfe: Was den Druck senkt
Nicht immer erfordern erhöhte Blutdruckwerte eine Behandlung mit Medikamenten. Entscheidend ist das ganz persönliche Risiko, das nicht zuletzt durch die Lebensweise bestimmt wird. Und da findet sich manche Stellschraube, an der sich ebenso vorbeugend drehen lässt.
 
  • Hände weg vom Nikotin: Das gelingt am besten mit einem Mitstreiter. Und fürs Durchhalten darf man sich ruhig belohnen. 
  • Alkohol in Maßen: Mal ein Glas Wein oder Bier am Abend schadet dem Blutdruck nicht – nützt ihm aber auch nicht. Regelmäßiger Alkoholkonsum dagegen kann den Druck in den Gefäßen dauerhaft erhöhen.
  • Übergewicht reduzieren: Pro Kilo weniger kann der Blutdruck um 1,5 bis 2,5 mmHg sinken. Das kann mit viel Gemüse und Obst noch besser gelingen, denn auch damit sinkt der Blutdruck.
  • Salzarm essen: 5 Gramm Salz pro Tag (etwa ein Teelöffel) reichen eigentlich. Salz lässt sich auch gut durch Gewürze und Kräuter ersetzen. Vorsicht bei Fertiggerichten: Sie sind oft sehr salzig. 
  • Fettarme Ernährung: Statt gesättigte Fettsäuren (Fleisch, Butter) eher ungesättigte Fettsäuren (Fisch, Pflanzenöle) verspeisen. So lässt sich gleichzeitig das Gewicht verringern. 
  • Regelmäßig trainieren: Bewegung trainiert nicht nur die Muskeln, sondern auch den Kreislauf. Am besten sind Ausdauersportarten. Aber auch ein täglicher strammer Fußmarsch hält den Blutdruck in Schach. 
  • Entspannen: Jedem hilft etwas anderes – ein Buch lesen, Musik hören, Gartenarbeit oder Entspannungstechniken. Wichtig ist einmal abzuschalten, egal wie. Auch „Nein“ sagen kann den Druck im wahrsten Sinne des Wortes senken. 
 
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Daniela Schmidt
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