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Präparator/in

Schon die alten Ägypter wollten den Kreislauf der Natur durchbrechen und die Körper ihrer Verstorbenen vor dem Verfall bewahren. Mit der Kunst des Konservierens beschäftigt sich heute eine ganze Berufsgruppe – die Präparatoren.

Faszination Natur

"Leider existieren sehr viele Vorurteile bezüglich meines Berufes", erklärt Bettina Henrich, Präparatorin am Naturhistorischen Museum in Mainz, einleitend. "Die Leute haben einfach keine Ahnung, was wir eigentlich machen und bedienen immer wieder das Klischee von Leichenfledderei oder Tierausstopfung. Der positive Wert unserer Arbeit wird, aus Unwissenheit oder Ignoranz, einfach verschwiegen."

Gerade der Umgang mit dem Tod hat Bettina Henrich aber bewusst werden lassen, wie kostbar und großartig das Leben ist. Immer wieder aufs Neue staunt sie über die Wunder der Natur. Hat sie beispielsweise eine tote Eule vor sich liegen, kann sie aus nächster Nähe intensiv die schöne Färbung des Gefieders studieren, eine Möglichkeit, die sich bei lebenden Tieren nicht ergeben würde. Bettina Henrich glaubt deshalb auch: "Diesen Beruf ergreift man, weil man einen Hang zur Natur hat und sich immer wieder faszinieren lassen will." Ihr selbst ist die dafür notwendige Begeisterung deutlich anzuhören. Gerne würde sie durch eine detaillierte Aufklärung mit dazu beitragen, das negative Image der Präparatoren verschwinden zu lassen.

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aus der wissen.de Redaktion, Quelle: BW Bildung und Wissen Verlag
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