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Tschernobyl - die Katastrophe am 26. April 1986 (Podcast 127)

Tschernobyl: Wie wir es erlebt haben

Herzlich willkommen zu einer Extraausgabe von Ohrensausen. Jubiläen sind in der Regel etwas Schönes. Man feiert, stößt vielleicht mit einem Gläschen Sekt an, freut sich mit dem Jubilar oder der Jubilarin und wünscht weitere 25 Jahre, 50 Jahre vielleicht. Am 26. April 2011 ist das anders. Da feiern wir nicht, da gedenken wir. Da gedenken wir der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl – 25 Jahre danach. Der bislang schwerste Unfall in der friedlichen Nutzung der Kernenergie war eingetreten. Ein Reaktorkern wurde völlig zerstört. Die radioaktive Strahlung verbreitete sich in ganz Europa. Unter den starken Eindrücken der Vorfälle in Japan, wo sich Tschernobyl unter anderen Vorzeichen eventuell wiederholen, ja vielleicht sogar potenzieren könnte, haben die Redakteurinnen und Redakteure von wissen.de ihre ganz persönlichen Erinnerungen an den 26. April 1986 aufgeschrieben.

 

"Lieber Gott, mach, dass mir nichts passiert"

 

Mit der Katastrophe in Japan ist es ein bisschen so, als würde sich Tschernobyl wiederholen. Wobei mir heute mehr das Leid der Menschen in Japan nahegeht. Tschernobyl war damals für mich schlimm, auf eine mildepersönliche Art. Eine kleine Katastrophe. Ich durfte nämlich nicht mehr in der Erde wühlen und mit Sand duschen. Und ich verstand das sehr wohl. Erwachsene glauben ja oft, Kinder würden Vieles noch nicht begreifen. Das stimmt nicht. Sie werden unterschätzt. Ich begriff sicher nicht alles, aber dass Milch von diesen Atomen belastet und der Boden versucht war, das begriff ich. Mich ärgerte es, dass der Wind die Regenwolke – nach der ich übrigens immer Ausschau gehalten habe -  ausgerechnet zu uns  geblasen hat. Denn ausgerechnet den Tag, an dem meine Eltern eben jenes Verbot aussprachen, hatten meine Freundin und ich dazu auserkoren, einen Schatz wieder aus der Erde zu graben. Ich glaube, es waren Murmeln. Ich wägte ab: Warum sollte ausgerechnet mir was passieren? Nur ganz kurz ein bisschen Erde? Sterben würde ich nicht sofort. Ich würde mir die Hände waschen, auch wenn das wahrscheinlich nichts nützen würde. Das hatte ich schon kapiert. Ich rang mit mir. Aber dann kam die Erleuchtung: „Lieber Gott, mach dass mir nichts passiert“, murmelte ich und grub die Finger tief in die Erde. Einzige Nebenwirkung: mein schlechtes Gewissen. Meine Eltern wissen bis heute nichts von meinem Verstoß.
Dorothea Schmidt lebte 1986 in Bremen und stand kurz vor der Einschulung.

 

Kein 'Welsh Lamb" mehr

 

Wo war ich am 26. April 1986? Da der 26. ein Samstag war, habe ich höchstwahrscheinlich nicht gearbeitet. Aber ehrlich gesagt, kann ich mich überhaupt nicht mehr an den Tag erinnern. Ich erinnere mich aber noch, dass das Klima in Europa damals ziemlich angespannt, fast panisch war. Viele befürchteten, dass uns, dank Reagan, Thatcher und der UdSSR, bald ein dritter Weltkrieg bevorsteht. Und Tschernobyl hat dieses kollektive Gefühl von Hilflosigkeit verstärkt. Bei uns in England bekamen wir, soweit ich mich erinnern kann, nur schleppend Informationen über die Katastrophe. Ich habe noch etwas getrübte schwarz-weiß Bilder im Kopf, von diesen armen Männern, die versucht haben, Tschernobyl zu sichern. Schließlich bekamen auch wir in England die russische Radioaktivität zu spüren. Wir sollten kein „Welsh Lamb“ mehr essen und  North Wales, eine Gegend, in der ich oft mit meinen Kindern oder zum Klettern und Wandern war, wurde die Fleischproduktion für Jahre untersagt. Ich hatte aber den Eindruck, dass Deutschland mehr unter Schock stand als wir Engländer. Trotzdem war die Vorstellung, dass ein Gebiet in Russland  nicht mehr bewohnbar war, übertragen auf unsere kleine Insel, erschreckend. Die britische Regierung war damals sehr darum bemüht, keine Panik in der Bevölkerung aufkommen zu lassen. Mit den üblichen Floskeln: Unsere Sicherheits-Standards seien weit höher, als die der UDSSR. Unsere Atommeiler seien sicher, und so weiter. Trotzdem waren wir sehr beunruhigt.
Charles Kenwright war damals 32 Jahre alt und arbeitete als Fotograf in der Nähe von Liverpool.

 

Nass waren wir ohnehin

 

25 Jahre Tschernobyl. "So lange ist das schon her?" Das waren meine ersten Gedanken zum traurigen Jubiläum des Super-GAUs in der Ukraine. Doch die Atom-Katastrophe in Fukushima rief mir die Ereignisse von damals wieder stark ins Bewusstsein: 1986 lebte ich als 13jährige Schülerin in der Nähe von Regensburg in Bayern. Auch wenn ich das Datum nicht mehr genau weiß, an den Tag erinnere ich mich noch genau: Mit meiner älteren Schwester war ich beim Friseur und gerade als wir gehen wollten, begann es zu regnen. Die Wartezeit wurde uns irgendwann zu lang und der Regen ließ scheinbar nach. Wir stiegen auf unsere Räder. Auch als der Regen wieder stärker wurde, fuhren wir weiter. Nass waren wir ohnehin. Nach ca. 15 Minuten trafen wir komplett durchnässt zu Hause ein. Ob unsere Mutter uns schimpfte, weil wir nach dem teuren Friseur unsere Frisuren zerstörten oder wir bereits etwas vom "Fall-out" aus Tschernobyl wissen hätten können, verschwimmt in meiner Erinnerung. Wir wussten zu diesem Zeitpunkt nicht wirklich, was passiert und was zu tun war. Aber dann, Anfang Mai war erstmal nicht mehr wie vorher: Wir lernten den Unterschied zwischen Bequerel und Sievert kennen und riefen bei der Mütter-gegen-Atomkraft-Hotline an, um die Belastung unserer Milch zu erfahren. Die kleineren Kinder verstanden nicht, warum Sandspielen plötzlich auch bei schönstem Wetter tabu war. Die Mülltonnen füllten sich mit Pflanzen und Setzlingen aus den Gemüsegärten. Die Pilz- und Heidelbeersuche war ab sofort verboten. Übrigens gilt in Bayern bis heute - 25 Jahre später! - für Schwangere, Kinder und Personen mit geschwächtem Immunsystem, auf den Genuss von Waldpilzen, Heidel- und Preiselbeeren zu verzichten. Wildschweine müssen nach wie vor auf Radioaktivität getestet werden. "Atomkraft abschalten!" Mehr muss man dazu aus meiner Sicht nicht sagen.
Barbara Steiger war 1986 13 Jahre alt und lebte in der Nähe von Regensburg bei ihren Eltern.

 

Es war mild in Hamburg

 

Ehrlich gesagt:  Ich habe den 26. April 1986 nicht in schlechter Erinnerung: Es war mild in Hamburg, frühlingshaft vielversprechend und ich glaube, ich war verliebt. Meldungen über den Super-GAU kamen wegen der Informationspolitik der UdSSR nur tröpfelweise. Heute ist „Tschernobyl“ ja der Inbegriff für die Risiken der Kernenergie, damals gab es eine solche Referenz überhaupt nicht und es wurde erst allmählich klar, was da passiert war. Zunächst hörte man nur von einer erhöhten radioaktiven Strahlung in Schweden. Eigentlich fand ich das Ganze anfangs nicht wirklich bedrohlich. „Atomkraft – nein danke“ zählte zum guten Ton – viel mehr als heute -, aber diese Einstellung war damals stark mit der Friedensbewegung verbunden, mit Abrüstungsforderungen und der Angst vor dem Atomkrieg. Wir befanden uns ja trotz Michail Gorbatschow, der eben erst angetreten war, noch im Kalten Krieg. Der Unfall hatte damit aber gar nichts zu tun. Dann fing es an zu regnen und plötzlich machten sich alle Leute Gedanken, woher der Wind wehte und welche Strahlenwerte im Sand von Spielplätzen gemessen wurden. Erst da war der Super-GAU richtig angekommen – in meinem Kopf jedenfalls. Das hat eine ganze Weile gedauert. Bei Fukushima dagegen lief es mir gleich nach den ersten Meldungen eiskalt den Rücken runter.
Matthias Felsmann studierte und lebte zum Zeitpunkt der Katastrophe in Hamburg. Er war 26 Jahre alt.

 

Vor allem Pilze nicht. Und Milch

 

Mal wieder der 11. März. Am 11. März 2004 töteten islamistische Attentäter 191 Menschen, die mit der Bahn aus den Vororten nach Madrid zur Arbeit fuhren. Damals lebte ich in Spanien. Es dauerte Stunden, bis die Medien, die Politiker, wir alle die Ausmaße des brutalen Bombenattentats erfasst hatten. Am 11. März 2011 befand ich mich zufällig wieder in Spanien und sah die Morgennachrichten. Man zeigte die Trauerfeiern in Madrid. Das Land erinnerte sich an seine Toten. Direkt im Anschluss strahlte der Sender die ersten Amateurvideos des Erdbebens aus, das Japan wenige Stunden zuvor erschüttert hatte. Der Nachrichtensprecher erwähnte die Gefahr eines Tsunamis. Was diese mörderische Welle anrichten kann, haben wir vor einigen Jahren in Südostasien erlebt. Ich war alarmiert. Als wenige Stunden später die Rede von dem möglicherweise beschädigten Kernkraftwerk in Fukushima die Rede war, war es eine andere, recht verschwommene Erinnerung, die mich unruhig werden ließ: Tschernobyl. Ich war 9, wir waren eben erst in unser neues Haus gezogen, mit Garten. Ich erinnere mich, wie meine Eltern uns am Küchentisch zu erklären versuchten, was wir fortan nicht mehr essen sollten. Vor allem Pilze nicht. Und Milch. Viel verstanden habe ich damals nicht, nur dass etwas Schlimmes passiert war. Später las ich dann „Die Wolke“, „Die letzten Kinder von Schewenborn“, Bücher für Jugendliche, die die Angst vor einem Super-Gau schürten. Die Nachfrage nach der „Wolke“ ist nach der Reaktor-Katastrophe in Japan stark gestiegen. Ob Fukishima einmal mehr sein wird als eine unangenehme Erinnerung? Ob uns die Angst jetzt wirklich Konsequenzen ziehen lässt? Schön wär’s.
Susanne Böllert war zum Zeitpunkt der Katastrophe neun Jahre alt und ging in Hagen zur Schule.

 

Der Tag, als die Wolke kam

 

Im April 1986 stand für mich die Welt still, aber nicht wegen Tschernobyl, sondern weil ich verliebt war, in meine (damalige) Traumfrau. Sie studierte wie ich in Kiel und wir lebten ein einigermaßen wildes Studentenleben. Luft und Liebe eben. Was sonst in der Welt passierte, war mir relativ egal, wir waren ja glücklich! Ich wohnte damals noch im Haus meiner Eltern und pendelte beständig zwischen meinem alten Jugendzimmer und Carolins leicht muffiger Bude im Studentenwohnheim. Die Katastrophe in Tschernobyl erfuhr ich dann am eigenen Leib, als ich ausgerechnet am jenem Tag als die alle Staatsgrenzen, auch den Eisernen Vorhang überschreitende Wolke kam, auf dem Weg zum Studenwohnheim in einen absoluten Starkregen geriet. Ich war nass bis auf die Knochen und der Regen brachte – wie wir später am Abend im Radio erfuhren – eben nicht nur Abkühlung, sondern auch die todbringende Radioaktivität mit. Glücklicherweise war die Strahlenbelastung im Norden Deutschlands geringer als etwa in Bayern, wo meine heutige Traumfrau ihre Kindheit verbrachte und die Katastrophe erlebte. Dass ein Vierteljahrhundert zwischen Tschernobyl und Fukushima liegt, will ich nicht recht glauben, allein wenn ich mich Spiegel betrachte, sehe ich den Zeitenlauf wirksam werden. Aus meiner damals recht neutralen Haltung gegenüber Atomkraft ist mittlerweile eine klare Anti-Einstellung geworden. Vielleicht liegt das daran, dass ich selber mittlerweile Kinder habe und nicht möchte, dass die in einem Vierteljahrhundert voller Schrecken vielleicht nach Frankreich oder nach Russland blicken, wenn wieder eine Meldung kommt, die von einem GAU spricht.
Jörg Peter Urbach studierte im April 1986 als 21jähriger an der Uni in Kiel.

 

Ich bin oft in Kiew

 

Zur Zeit der Tschernobyl-Katastrophe war ich elf. Damals haben wir viel draußen gespielt. Und wenn es anfing zu regnen, mussten wir sofort ins Haus. „Saurer Regen“ – das war es, wovor wir alle am meisten Angst hatten. Ich bin oft in Kiew, um dort Freunde zu besuchen. 2006, also 20 Jahre nach der Atomkatastrophe, war ich im Tschernobyl-Museum. Am meisten beeindruckt haben mich die Schaukästen mit der internationalen und der sowjetischen Presse: Titelgeschichte in aller Welt! Und vor Ort? Eine Randnotiz auf Seite 12!
Meine Gastmutter erzählte mir, die Regierung habe den Menschen Tipps gegeben wie: Trinken Sie täglich ein Glas Vodka zur inneren Reinigung.
Ein Bekannter von mir ist sogar schon einmal dorthin gefahren: mit dem Bus von Kiew nach Tschernobyl. Das sind ungefähr 150 Kilometer. Es heißt, es sei unbedenklich, wenn man sich nicht länger als zwei Stunden dort aufhält. In dieser Gegend sind heute nur noch Geisterstädte: Als man das Gebiet evakuierte, sagte man den Menschen, sie sollten nur das Nötigste mitnehmen, da sie in zwei Tagen zurückkehren würden. Also ließen sie nicht nur ihre Habseligkeiten und Haustiere zurück, viele verließen sogar den gedeckten Tisch mit noch gefüllten Teetassen, weil alles ja ganz schnell gehen musste.
Tina Denecken war 1986 elf Jahre alt und ging in Kiel zur Schule.

 

Die Angst vor dem Wind

 

Als es in Tschernobyl zum Super-Gau kam, war ich in Braunschweig Gefreiter bei der Bundeswehr und hatte noch drei Monate Wehrpflicht zu leisten. Als Sporthallenwart hatte ich viel Zeit – und die habe ich genutzt, um mich mit SPIEGEL, ZEIT und mehreren Tageszeitungen immer auf den neuesten Stand zu bringen (an Twitter oder Internet war damals noch nicht zu denken). Ich erinnere mich, dass wir wochenlang hervorragendes Wetter hatten – und zugleich immer mit der Angst vor  dem Wind mit radioaktivem Staub lebten. Ich trug meinen ATOMKRAFT? NEIN DANKE!-Button wieder und wunderte mich über die zurückhaltende Informationspolitik der Bundesregierung und über „meinen“ Ministerpräsidenten Ernst Albrecht, der sich für einen weiteren Ausbau der Kernenergie stark machte. Meine Mutter kaufte keine Pilze und Joghurt mehr – aus Angst vor radioaktiver Belastung. Wenige Monate später begann ich mit dem Hochschulstudium in Kiel. Meine Hauptfachwahl – „Politische Wissenschaft“ – hatte auch mit meiner erneuten Politisierung durch Tschernobyl zu tun. Zumindest ein kleines bisschen.
Michael Fischer war im April 1986 22 Jahre alt und als Wehrpflichtiger in Braunschweig stationiert.

 

Fassungslos, hilflos und unendlich wütend

 

26. April 1986. Ich war 20 Jahre, unsterblich verliebt und hatte Schmetterlinge im Bauch. Das Leben lag mir zu Füßen. Irgendwann ist auch mir die Nachricht über ein Unglück in Tschernobyl – nie etwas von dieser Stadt gehört, wusste gar nicht, wo das liegt – zu Ohren gekommen. Ich hatte diese Information abgespeichert, und der Vorfall war mir nicht sonderlich wichtig. In den folgenden Tagen, wurde das Ausmaß des Unfalls dann deutlicher, aber die Konsequenzen waren noch nicht abzuschätzen. Von einem Super-Gau war die Rede. Von einem Super-GAU spricht man, wenn die Folgen eines Störfalles in einem Kernkraftwerk nicht mehr zu kontrollieren sind.  … nicht mehr zu kontrollieren sind – das klang unheilvoll. Es muss doch schlaue Menschen geben, die sich mit ihrer Expertise darum kümmern, hoffte ich. Doch auch wenn der damalige Bundesinnenminister Friedrich Zimmermann einige Tage nach der Explosion eine Gefahr für Deutschland ausschloss, wehten Ostwinde die radioaktive Wolke auch nach Nord-, Mittel- und Südosteuropa. Niederschläge wirkten als Verstärker beim sogenannten Fall-out. Es spürten alle, dass man Herrn Zimmermann nicht trauen konnte. Es gab dann auch die Empfehlung, dass Kinder nicht mehr im Freien spielen und man kein Gemüse und erst recht keine Pilze essen sollten. Eine Schwere legte sich in diesen Tagen über meine Verliebtheit. Diese Ungewissheit, diese Verlogenheit seitens der Politik machten mich wütend.
Das gleiche Gefühl erlebe ich derzeit. Der Blick auf Japan macht mit fassungslos, hilflos und unendlich wütend.
Andrea Rickert war 20 Jahre alt und studierte in Nürnberg. Zum Zeitpunkt des Unglücks war sie zu Besuch bei ihren Eltern in Aschaffenburg.

 

"Böse Strahlen"

 

Als sich die Katastrophe in Tschernobyl ereignete, war ich zehn Jahre alt. An viel kann ich mich nicht erinnern, aber ich weiß noch gut, dass sich unser Essensplan wegen der „bösen Strahlen“ drastisch veränderte. Schon als Kind liebte ich Milchprodukte über alles und durfte nun zu meinem Bedauern von einem Tag auf den anderen keine Milch mehr trinken oder andere Milchprodukte zu mir nehmen. Da ich nicht genau verstand, was sich ereignet hatte, war ich richtig sauer über diesen Vorfall mit den merkwürdigen Strahlen. Schließlich hätten die doch besser aufpassen können, damit es den Kühen gut geht und ich weiter Schokolade in Milch trinken kann! Weiterhin kann ich mich daran erinnern, dass alle Erwachsenen plötzlich Angst vor Regen hatten. Wegen des Regens waren auch die Pilze nicht mehr essbar und wurden vom Speiseplan gestrichen. Auch Gemüse war nicht mehr unbedenklich. Das hat mir aber als Kind nicht wirklich viel ausgemacht! Nach einigen Monaten normalisierte sich alles wieder, doch ich kann mich erinnern, dass Umweltthemen – mit Angst einflößenden Bildern - in verschiedenen Zeitschriften stark zunahmen.
Melanie Becka war 1986 zehn Jahre alt und ging in Pforzheim zur Schule.
 

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