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Phänomen Fondssparen

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Die Grundmotivation, die einen jeden Anleger an die Kapitalmärkte treibt, entspringt dem Wunsch, das eingesetzte Geld zu vermehren - ganz gleich, ob mit zeitlich garantierten Festgeldzahlungen von zwei bis drei Prozent oder mit hoch riskanten Optionen-Spekulationen an der Terminbörse. Das Kapital muss - alleine schon als Absicherung gegen die Entwertung durch eine angenommene Inflationsrate von ein bis zwei Prozent in Deutschland - wachsen. Dies geschieht durch die Wirkung des Zinseszins.

Aus einem fiktiven Startkapital von 10.000 , die ein Anleger in Geldmarktfonds bei angenommenen drei Prozent Verzinsung “parkt“, wird so im Laufe eines Jahres ein Plus von 300 . Im Laufe des zweiten Jahres wächst das Vermögen nun nicht mehr nur weitere 300 an - sondern um drei Prozent von 10.300 , also um 309 auf 10.609 . Diese neun Euro Unterschied mögen auf den ersten Blick marginal erscheinen - doch gemessen an einem Anlagehorizont von über 30 Jahren bei angenommenen weiteren Mittelzuflüssen spielt der Zinseszins eine nicht zu unterschätzende Rolle.

So kann ein 30jähriger Anleger, der es schafft, monatlich 250 in Investmentfonds einzuzahlen, auf diesem Wege bis zur Pensionierung über 500.000 erzielen. Bei einer angenommenen jährlichen Rendite von zehn Prozent, die ein erfolgreicher Fonds erzielen kann, erreicht der Anleger in 35 Jahren den enormen Betrag von 820.737 ! Selbst bei “nur“ acht Prozent Rendite würde er noch zum DM-Millonär: ein Vermögen von 1,017 Millionen Mark oder 520.235 .

Der alles entscheidende Treibstoff dieses Autopilots zum langfristigen Vermögen ist jedoch die Ausdauer und Regelmäßigkeit der Anlage. Das ist die Grundidee des Fondssparens. Wer seinem Depot sukzessive Kapital entzieht bzw. die Einzahlungen aussetzt, kann von dieser magischen Wirkung des Zinseszins nur teilweise profitieren.

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Nils Jacobsen
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