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PC vs. Konsole vs. Smartphone – So spielt es sich am besten

Es ist eine Frage, die sich passionierte Gamer bestimmt schon des Öfteren gestellt haben. Was ist die bessere Wahl: PC oder Konsole? Mit dem Siegeszug des Smartphones in den vergangenen Jahren hat das mobile Spielen allerdings immer mehr an Beliebtheit gewonnen. Mittlerweile ist die Technik in diesem Bereich so weit fortgeschritten, dass auch grafikintensivere Spiele unterwegs auf dem Handy gespielt werden können. Alle drei Plattformen haben ihre Vor- und Nachteile, wenn es ums Thema Gaming geht.

Computerspiel auf Smartphone-Screen
Das Smartphone ist die beliebteste Spieleplattform der Deutschen mit über 18 Millionen Nutzern.

Zocken am PC

Der ganz große Vorteil bei Computern ist, dass sie im Vergleich zu Konsolen aufrüstbar sind. Das bedeutet, dass man sie immer auf dem aktuellen Stand der Technik halten kann oder man kann direkt selbst einen PC bauen mit passenden Komponenten. Durch den Einsatz von hochwertigerer Hardware bekommt man eine bessere Grafik und flüssigere Darstellungen als etwa bei Konsolen oder Smartphones.

In Sachen Vielseitigkeit kann der PC auch punkten. Im Gegensatz zur Konsole kann man hier auch noch andere Programme, wie etwa Office Anwendungen oder Bildbearbeitungs-Apps, installieren. Der Computer ist also Spielzeug und Arbeitsgerät in einem.

Während des Spielens ist die Kommunikation mit anderen Gamern durch die Tastatureingabe ebenfalls leichter, als auf der Konsole. Dort braucht man möglicherweise noch zusätzliche Geräte, um schnell mit anderen Spielern zu schreiben.

Die Auswahl an Games ist endlos. Besonders beliebt für den PC sind Strategiespiele, Rollenspiele und Simulationen. Doch auch Retrotitel lassen sich über sogenannte Emulationen neu erleben.

Gaming auf der Konsole

Playstation, Xbox und Co findet man heutzutage in sehr vielen deutschen Wohnzimmern, was ein Zeichen dafür ist, dass das Zocken mittlerweile salonfähig geworden ist. Vor allem der Kostenpunkt ist ein großer Vorteil gegenüber dem PC. Eine neue Konsole kostet weitaus weniger als ein leistungsfähiger PC. Wenn man nur selten Videospiele kauft und nicht unbedingt ein Online-Abo braucht, kommt man bei dem Kauf einer Konsole eher auf seine Kosten.

Gerade im Bereich Spiele können die Konsolen punkten. Hier werden viele Titel geboten, die es sonst auf keiner anderen Plattform gibt. Diese Exklusivtitel entwickeln sich nicht selten zu regelrechten Blockbustern der Spielebranche. Zu nennen wäre bei Sony etwa das Zombie-Adventure „The Last of Us“ oder auf den Nintendo-Konsolen die „Super Mario-“ oder die „Zelda-“ Reihe.

Im Vergleich zum PC geht die Steuerung bei Videospielen leichter von der Hand. Die Form der Controller ist meistens gut an die Hände angepasst und die Steuerung arbeitet sehr genau. Allerdings ist bei Shootern das Zielen mit der Maus doch etwas präziser.

Je nach Konsole kann man damit seinen Fernseher zu einer Art Smart-TV umrüsten. Mit Hilfe von verschiedenen Apps, wie etwa Netflix oder Spotify, lässt sich der Fernseher mit etwa einer Playstation 4 oder einer Xbox One in ein Mediencenter verwandeln.

Videospiele auf dem Smartphone

„Game“, der Verband der deutschen Games-Branche hat bereits im Sommer bekannt gegeben, dass das Smartphone die beliebteste Spieleplattform ist. Demnach zockten im Jahr 2018 rund 18,6 Millionen Deutsche regelmäßig auf ihren Handys. Zweitbeliebteste Plattform ist die Konsole mit etwa 16,7 Millionen Nutzern, gefolgt vom PC mit 13,4 Millionen. Zocken auf dem Tablet ist mit knapp 11 Millionen Zocken am wenigsten beliebt.

Laut dem Geschäftsführer von Game, Felix Falk, sei unter anderem das große Angebot kostenfreier Spiele auf dem Smartphone einer der Gründe dafür, warum der Markt für Spiele Apps in Deutschland in den vergangenen Jahren so stark angewachsen ist.

Die Vorteile hier sprechen auch für sich: Zum einen hat man das Smartphone wirklich immer und überall dabei. Das bedeutet, dass man im Prinzip zu jeder Zeit zocken kann. Mit Konsole und PC ist man in der Regel an einen Ort gebunden. Außerdem muss man dabei meistens noch eine Ladezeit einplanen, bis das Spiel dann auch wirklich gestartet ist.

Selbst grafisch aufwendigere Games sind auf dem Handy kein Problem und in kürzester Zeit einsatzbereit. In diesem Zusammenhang bleibt ebenfalls auch abzuwarten, welche Veränderungen der neue Mobilfunkstandard 5G mit sich bringt.

Immer häufiger werden auch größere Titel von PC und Konsole auf das Smartphone gebracht, wie beispielsweise die Lebenssimulation „Die Sims“ oder auch das Battle Royal Game „Fortnite“.

Will man allerdings das Konsolenfeeling mit Mobilität kombinieren, lohnt sich die Hybridkonsole „Switch“ von Nintendo. Man kann sie sowohl als Konsole, mit Hilfe einer Basisstation, am Fernseher benutzen, als auch mobil mit integriertem Bildschirm.

Ist mobiles Gaming also die Zukunft?

Viele alteingesessene PC- und Videospieler glauben nicht daran, dass das Zocken mit dem Smartphone in Zukunft alle anderen Plattformen verdrängen wird. Vor allem weil die mobilen Spiele (noch) nicht mit den Technologien mithalten können, wie sie etwa bei einem PC vorhanden sind.

Es macht durchaus Sinn, dass das Smartphone sich zur beliebtesten Plattform entwickelt hat. Immerhin besitzt fast jeder eins. Dennoch sollte man bedenken, dass es wohl nicht in erster Linie wegen der Spiele angeschafft wurde.

Konsolen werden allerdings in der Regel dazu gekauft, damit man auf ihnen zocken kann. Deshalb kann man sagen, dass das das Gaming auf der Konsole mit 16,7 Nutzern im vergangenen Jahr und steigender Tendenz wohl eher die Zukunft bestimmen wird. 

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